Wie wir damals lebten

angeschnittener Laib Brot

(c)Elfie Siegel

Magermilch und Brot

Ende der vierziger Jahre. Mit der silberfarbigen Milchkanne ging ich los. Der Auftrag lautete: „Einen Liter Milch und einen halben Liter Magermilch“. Beides wurde gemixt. Die „Fettarme“ war noch unbekannt. Und Diät spielte damals keine Rolle. Nur dass die Magere etwas billiger war. Mutter rechnete mit dem Pfennig.

Ein Brot war ein Brot

Beim Bäcker gab es eine Sorte Brot und helle Brötchen. Und damit war Schluss. Manchmal war noch Weißbrot zu haben. Das Brot würde man heute „einfaches Graubrot“ nennen. Brötchen waren immer hell, innen weich und außen knusprig. Keine verschiedenen Größen oder Formen. Nix mit Körnern innen oder außen, keine „Weltmeister“ und wie sie heute alle heißen. Dafür buk jeder Bäcker selber. Kein Lastwagen mit fertiger Backmischung stand im Morgengrauen vor der Tür.

Elfie Siegel

  4 comments for “Wie wir damals lebten

  1. Eske
    19. November 2018 at 11:37 am

    Ja, so war das. Manchmal frage ich mich ob dieser Überfluss, in dem wir heute leben ,sein muss. Heute gibt es fast alle Sorten, bis zum Ladenschluß und dann kommt der Rest zur Tafel. Zwischendurch wurde auch mal Brot vom Vortag zum halben Preis verkauft, aber das habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen.
    Wir leben in einer rieigen Verschwendung!
    Eske

    • Dirk Mittermeier
      20. November 2018 at 11:01 am

      „Gutes von Gestern“ gibt es im Viertel: Backwaren vom Vortag!

  2. Elfie
    19. November 2018 at 11:42 am

    Hallo, Eske, im Steintor gibt es einen Bäckerladen, der nur „Gutes von gestern“ verkauft.

  3. Birthe
    21. November 2018 at 10:21 am

    Für ein Dinkelkrüstchen bei unserem Bäcker 0,69 Cent zu zahlen, bin ich einfach nicht mehr bereit. Alternative:
    Aufbackbrötchen! Zwar nicht ganz so lecker, aber besseres Gefühl…

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