Der Glaube an den Weihnachtsmann

Wie niedlich ist es, wenn Kinder noch an den Weihnachtsmann glauben.

Auf dem Weihnachtsmarkt

Vier weiße Luftballongs vor dunklem Himmel

(c) frauenseiten, A. Karbe

Das Karussell und auch das kleine Riesenrad und die Schmalzkuchen begeisterten die Enkelkinder. Aber das alles war nichts gegen die Bude mit den Engeln, die Luftballons mit Kärtchen dran in den Himmel schickten – zum Weihnachtsmann.

Diese Aktion hat unseren Vierjährigen sehr beschäftigt. Er durfte seinen Namen nennen und seine Wünsche, wobei ihm nur einer einfiel. Er wünsche sich einen Steyr, sagte er mit fester Stimme. Das Engelchen guckte mich fragend an. „Ein Steyr ist ein Trecker“, kam ich zu Hilfe. „Gut, dann schreibe ich mal Steyr-Trecker“, lachte das Engelchen und übergab den Gasballon mit Kärtchen unserem Steppke. Der ließ ihn steigen und sah ihm sehr lange hinterher.

„Wie soll denn der Weihnachtsmann wissen, was ein Steyr ist, wenn das Engelchen es auch nicht weiß?“, grübelte er. „Oh, Weihnachtsmänner sind doch Männer und die kennen sich mit Treckern bestens aus“, konnte ich ihn beruhigen. Ja, das leuchtete ihm ein. „Aber wie will der denn die vielen Ballons alle fangen?“ kam als nächste Frage. „Tja, da sind ja auch noch viele Engelchen, die ihm alle helfen“, fiel mir zum Glück ein. „Ach ja, die haben ja Flügel“.

So ging unsere Unterhaltung noch eine ganze Weile weiter und das erste wovon er seiner Mutter zu Hause berichtete, war vom Wunschzettelflug und der Wunschbude und den schönen Engelchen!

Glaubst du an den Weihnachtsmann?

Weihnachtsmann aus Schokolade mit Schokoladenfußball

(c) Schütte

Auch unsere Sechsjährige, die seit August in die Schule geht, ist gerade hin und her gerissen, ob es den Weihnachtsmann gibt oder nicht. „Mami“, fragte sie neulich, „glaubst du an den Weihnachtsmann?“ „Ja, warum nicht“, druckste unsere Tochter rum. „Linus hat in der Schule gesagt, es gibt gar keinen Weihnachtsmann. Das machen alles nur die Eltern.“ „Ja, und was sagen die anderen Kinder so“, fragte ihre Mama. „Manche sagen es gibt einen und manche sagen es gibt keinen“.

„Aber Mami, er war doch letztes Jahr bei uns im Wohnzimmer und du hast ihn doch auch gesehen und Omi und Opi auch. Er war doch da, dann gibt es ihn doch auch. Der Nikolaus war doch auch gerade da. Wie soll der denn sonst ins Haus kommen. Die Tür war doch abgeschlossen. Der kann ja nur durch den Schornstein gekommen sein und ist aus der Terrassentür wieder raus.“ „Ja, so könnte ich mir das auch nur erklären“, kam ihr ihre Mama zu Hilfe.

Ich weiß noch, wie bei uns Geschwistern der Umbruch kam. Meine Mutter sagte dann: “Es ist doch aber ein schönes Märchen, wollen wir denn nicht weiter so tun, als wäre es wahr?“ Damit waren wir noch eine ganze Weile einverstanden.

Fröhliche Weihnachten

Gertrud von Hacht

 

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