Gartenglück mit viel Arbeit

Gemüse Teller

(c)Elfie Siegel

Eigene Beete muss ich nicht haben

„Wir haben jetzt einen Garten!“ Das sagten mir vor einem Jahr Christiane und Eva. Den wollte ich sofort sehen. Stolz führten sie mir ihre Beete in einem großen Gemeinschaftsgarten vor. Zunächst wollte ich auch ein paar Beete anlegen. Doch rechtzeitig fiel mir ein, wieviel nie endende Arbeit so ein Gartenglück mit sich bringt. In meiner Jugend war ich für tausend Quadratmeter Gemüse- und Obstgarten verantwortlich.

Prächtige Tomatenpflanzen

Nun bin ich damit zufrieden, meine Freundinnen auf ihrem Grund und Boden zu besuchen und gelegentlich mitzuarbeiten. Gestern war ich wieder dort. Christiane kam mir entgegen, ganz stolze Gärtnerin „Willst du unsere Tomaten sehen?“ Ja, ich wollte. Prima stehen sie da, geschützt durch eine Plastikwand. „Sie mögen es warm“, erfahre ich. „Und der Rucola wächst wirklich gut“. Stolz und zufrieden steht sie neben dem Beet.

Faule Kartoffeln und angefressene Sonnenblumen

Aber Pech hatten sie auch. Viele der (von mir!) gelegten Kartoffeln sind verfault. Die täglichen Regengüsse im Frühjahr sind ihnen nicht gut bekommen. Das Wasser hatte tagelang auf dem schweren Boden gestanden. Und einige von den kleinen Sonnenblumenpflänzchen sind angeknabbert. Schnecken?

Meine Lieblingssuppe

Ich zupfte noch zwei Stunden Unkraut, hackte zwischen den Pflanzenreihen. Und ich durfte mir einige Tomaten pflücken und ein paar Kartoffeln ausbuddeln. Eva gab mir noch eine Zucchini von ihrem Beet mit. Hochzufrieden radelte ich nachhause. Abends gab es meine geliebte italienische Kartoffelsuppe mit Tomaten und Zucchini. Basilikum pflückte ich von meinem Fensterbrett.

Elfie Siegel

  1 comment for “Gartenglück mit viel Arbeit

  1. Britta
    30. September 2018 at 9:43 am

    Dieses Jahr wollte ich meinen Balkongarten auch mit Essbaren bereichern. Ich erstand auf dem Markt bei meinem Lieblingsbauern eine Zucchini- und zwei Tomatenpflanzen. Diese wurden gehegt und gepflegt und jeder Fortschritt bestaunt! Die Zucchini bekam immer mal wieder eine prächtige gelbe Blüte – hatte dann aber leider keine Lust auf mehr. Der erste Sturm köpfte meine Tomatenzwillinge – und ich ging wieder regelmäßig zu meinem Lieblingsbauern und kaufte Zucchini und Tomaten aus dessen „eigener Ernte“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.