Karneval im Rheinland – eine Ersterfahrung

Karneval Maske mit Augenklappe

(c) Elfie Siegel

Karneval….für Norddeutsche ja eine Zeit, die in puncto „lustiges Treiben“ eher an uns vorüberzieht. Aber: was tat man, wenn man gerade nach Düsseldorf gezogen war und der frischgewonnene Bekanntenkreis unbedingt meint, man müsse mit in die Altstadt gehen?

Gesagt…getan. Zur „Eingewöhnung“ – wie man mir sagte – erstmal einen Bummel zur Weiberfastnacht. Also mutig losgezogen. Buntes Treiben, in den Straßen wildes Gedränge, in den Kneipen keine Sitzgelegenheit zu ergattern. Braucht man wohl auch nicht, das Bier wird im Stehen getrunken. Soweit so gut.

Kiste mit leeren Bierflaschen

(c) frauenseiten.bremen, Robers

Sitzgelegenheit ist auch nicht nötig, denn ehe ich mich überhaupt orientieren konnte in dem Gewimmel, saß ich schon – ohne mich wehren zu können – auf einem Schoss. Das war für mich befremdlich. Hilfesuchend sah ich mich nach der Bekannten um. Die war schon längst im Getümmel untergetaucht. Was tun? Jedenfalls wollte ich erstmal mein Bier austrinken. Dazu kam es kaum, denn ich fand mich gegen meinen Willen in irgendwelchen Armen oder auf irgendwelchen Schößen wieder. Und von meiner Bekannten war nichts zu sehen.

Das war also der Karneval im Rheinland! Völlig normal, denn rund um mich herum lag man sich in den Armen, knutschte und trank….War wohl doch nicht so das Richtige für eine Norddeutsche. Fazit: in den 10 Jahren Düsseldorf war ich in den Folgejahren zur Karnevalszeit beim Skilaufen.

Wie heißt es doch so schön:“Jeder Jeck ist anders“…Nur gut, dass wir die Wahl haben, das zu tun, wonach uns ist.

Gisela E. Walther

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