Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar, findet in Bremen auch in diesem Jahr ein umfangreiches Begleitprogramm statt.

Opfer des Nationalsozialismus, Eine Gruppe von Menschen in Bronze

Holocaust-Denkmal in Berlin (c)Irina Anziferow

Zwischen dem 10. Januar und 13. März gibt es über 45 Veranstaltungen, die sich in unterschiedlichster Form der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Gedenken an die Opfer widmen. Dazu gehören Lesungen, Filmvorführungen, Vorträge, Andachten oder Konzerte, die von über 30 Institutionen und Einzelpersonen an verschiedenen Orten veranstaltet werden.

Ceija Stojka: Ich habe Angst, Auschwitz könnte nur schlafen“

Räder einer alten Lokomotive

(c)Angelika Behnk

Im Zentrum steht die zentrale Gedenkveranstaltung des Senats, die am 25. Januar in der Oberen Rathaushalle stattfinden wird. Ehrengast ist in diesem Jahr Petra Rosenberg vom Verein der Sinti und Roma Berlin Brandenburg, die den Festvortrag mit dem Titel „Ceija Stojka: Ich habe Angst, Auschwitz könnte nur schlafen“ halten wird. Die Gedenkstunde erinnert damit an die Ankunft des ersten Transports mit Sinti und Roma im sogenannten Zigeunerlager der KZ Auschwitz-Birkenau. Der Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma sind weitere Veranstaltungen und eine Ausstellung im Wallsaal der Stadtbibliothek gewidmet.

Als weiteres Beispiel für das umfangreiche Programm kann auf eine Medieninstallation im Forum Kirche in der Hollerallee hingewiesen werden. Von der Villa am Bürgerpark aus wurden die SA-Gruppen der Reichsprogramnacht befehligt. Die Jüdische Gemeinde thematisiert zudem in einem Vortrag von Ulrich Sahm die Deutsch-Israelischen Beziehungen von Adenauer über Willy Brandt bis in die heutige politische Landschaft. Vorträge über rechte Jugendkulturen und die rechtsextreme Szene in Bremen schlagen im Programm eine weitere Brücke in die Gegenwart.

Das Programm wurde wird von der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein „Erinnern für die Zukunft e.V.“ koordiniert.

Kein Schlussstrich unter die Vergangenheit

Gedenken, Teelichter

(c) Robers, frauenseiten

„Das Programm zum 27. Januar hat eine lange Tradition und zeigt, wie vielfältig und aktiv die Erinnerungslandschaft in Bremen ist“, so Thomas Köcher, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung. „Es ist auch in diesem Jahr gelungen, interessante und spannende Veranstaltungen zu organisieren. Wir freuen uns besonders über mehrere Veranstaltungen im Bremer Norden und die Angebote der jüdischen Gemeinde“, so Nathalie Sander, Sprecherin des Vereins Erinnern für die Zukunft e.V.

„Das gesellschaftliche Engagement hinter dem Programm zeigt, dass Bremen weit entfernt von einem Schlussstrich unter die Vergangenheit ist“, ergänzt Tobias Peters, Sprecher des Vereins Erinnern für die Zukunft e.V.

Der Programmflyer steht zum Download bereit: Programmflyer zum Gedenktag 27. Januar 2018

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