Triage per Telefon

(c)Dirk Mittermeier

BMG-Neuregelung der Rettungsdienste erzeugt Widerspruch

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang dieses Jahres veröffentlichten Pläne einer bundeseinheitliche Neuregelung der Rettungsdienste (hier der komplette Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung“) stößt in den Bundesländern auf Widerspruch. Spahn will in diesen Zeiten überfüllter Notfallambulanzen die kommunalen Rettungsdienste mit Rufnummer 112 und die regionale ärztliche Notfallversorgung unter Rufnummer 116117 unter dem Dach der Gesetzlichen Krankenkassen zusammenführen.

Notfallleitsystem

Ein gemeinsames „Notfallleitsystem“ soll dabei per Telefon vorab klären, welcher Anrufer tatsächlich sofort einen Rettungswagen braucht und wer nicht – Triage per Telefon also. Nach Ansicht vieler Politiker ist die Vermischung von der allseits bekannten Hilfe unter 112, im Fall von Kreislaufstillstand oder Schlaganfall muss es da so schnell wie möglich gehen, und einer gerade neu geschaffenen Stelle für Vergabe von Arztterminen in der Region unter 116117 ist dies nicht sachgerecht und gefährde die notwendige schnelle Hilfe.

Wohnortnahe Versorgung, schnelle Hilfe innerhalb kürzester Zeit sind die Kriterien, die jedermann mit seinem Anruf unter 112 vertrauensvoll verbindet. Das sollte so bleiben!

Dr. Dirk Mittermeier

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