Keine Insekten, keine Blumen, kein Frühlinssummen

Maikäfer… flieg…! Maikäfer auf buntem Untergrund

(c) hhs

Gestern bei dem herrlichen Frühlingswetter sah ich sie fliegen, die vielen Bienen auf unseren Krokussen. Doch ein Artikel neulich in der Zeitung ging mir sofort wieder durch den Kopf. Es war vom Bienensterben und von viel zu wenigen Insekten die Rede.

Albert Einstein hat es schon gesagt: „Erst stirbt die Biene, dann der Mensch!“

Durch den hohen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden sterben immer mehr Insekten. Sie werden förmlich vergiftet. Fehlen uns aber die Insekten, fehlen uns auch die Blumen, die nicht mehr bestäubt werden und die Vögel, die die Insekten als Nahrung benötigen. Dabei fällt mir als Geländereiterin auf, dass ich nur noch wenige Rebhühner und Fasane antreffe.

Der Verfasser des Zeitungsartikels machte darauf aufmerksam, dass wir kaum noch Insekten an der Windschutzscheibe unserer Autos haben. Wie recht er doch hat, dachte ich sofort. War man vor dreißig Jahren im Sommer mit dem Auto unterwegs, waren die Frontscheibe des Autos und auch die Scheinwerfer voller toter Insekten. Die Tankstellen hatten extra Eimer bereit gestellt mit rauen Schwämmen um diese zu entfernen.

Ich erinnerte mich auch, dass man früher nicht so einfach zur Pflaumenkuchenzeit im Garten Kaffee trinken konnte, weil so viele Wespen über den Kuchen herfielen. Heute ist das kein Problem mehr. Wir sollen langsam beginnen sensibler mit unserer Natur umzugehen. Nein, nicht langsam. Es ist bereits kurz vor Zwölf.

Als Privatleute können wir in unseren Gärten damit beginnen zu helfen, indem wir blühende Büsche und Sträucher pflanzen und viele Blumen und auf den Einsatz von Giften verzichten.

In diesem Sinne Ihre Gertrud von Hacht

Beet mit Tulpen

(c) v. Hacht

 

Rosa Kirschblüten

(c) v. Hacht

 

Gelbe Blüten

(c) v. Hacht

 

Gelbes Stiefmütterchen

(c) v. Hacht

Gelbe Wiesenblüten

(c) Gertrud v. Hacht

 

Weißer Blütenteppich

(v) v. Hacht

 

Weiße Primeln

(c) v. Hacht

 

Gelbe Primeln

(c) v. Hacht

 

Beet mit Tulpen und Stiefmütterchen

(c) v. Hacht

 

  2 comments for “Keine Insekten, keine Blumen, kein Frühlinssummen

  1. Erna
    28. März 2017 at 11:22 am

    Und die Mono-Kultur in der Landwirtschaft hilft auch mit, dass die Vielfalt der Tiere, auch der Insekten, keine Nahrung mehr findet. Überall Maisfelder. Auch Singvögel gibt es immer weniger. In der Stadt sorgen die vielen Katzen für ihre Ausrottung. Aber das sagen Sie mal den Katzenliebhabern….
    Ich habe in diesem Jahr in meinem Quartier noch keinen Amselgesang gehört….Traurig!

  2. Robert Schütz
    29. März 2017 at 10:14 am

    Es ist in der Tat erschreckend, wie dramatisch unsere hemische Natur verödet. Die Windschutzscheibe des Autos nach einer Autobahnfahrt ist da ein wirklich ernst zu nehmender Indikator! Es nützt natürlich nichts, nur der „bösen“ Landwirtschaft oder der Industrie die Schuld zu geben. Jeder kann im Kleinen bei sich anfangen, also beispielsweise im eigenen Garten durch sinnvolle (!) Anpflanzungen, d. h. die Anpflanzung von hemischen Pflanzen und für Insekten attraktiven Blühpflanzen wie Obstgehölze, Stauden und ähnlichem. Und weiß weiß schon, dass Schmetterlingsarten wie das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs und viele andere Schmetterlingsarten zwingend auf Brennesseln angewiesen sind, von deren Blättern sich die Raupen AUSSCHLIESSLICH ernähren? Es muss also in der Bevölkerung auch ein radikales Umdenken einsetzen, was sogenannte „Unkräuter“ für eine wichtige Funktion im Naturhaushalt haben. Dazu gehören nicht nur Brennesseln, sondern auch Wegerich, Löwenzahn, Giersch und andere „unbequeme“ Gewächse. Gleiches gilt für „Schädlinge“ im Garten. Erst der Mensch macht den Schädling zum Schädling und übersieht dabei, dass sie wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und andere Tiere sind und Planzenschutzmittel daher im eigenen Garten eigentlich absolut kontraproduktiv sind, auch wenn einem die Werbung das natürlich ganz anders verkauft.

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