Die letzten Jeckes – Vortrag und Diskussion

Am 22. März wird der Journalist und Altenpfleger Oliver Vrankovic im sfd Bremen über die Einwanderergesellschaft Israel sprechen.

Berge in der Wüste beim Toten Meer in Israel

Berge am Toten Meer
© privat ; Bartmann

Ein Abend über die letzten Jeckes: jene deutschen Juden, die in den Dreißigerjahren zu Mitbegründern des Staates Israel wurden. Sie stammen aus Familien, die sich in Mitteleuropa wohlfühlten und integriert glaubten. Noch heute sind an ihnen die Abdrücke jenes liberalen Bürgertums zu erkennen, das in Europa untergegangen ist. Sie sind vor den Nazis nach Palästina geflüchtet. Aus den deutschen Einwanderern wurden Israelis – Israelis, die Deutsche geblieben sind.

Israel als multikulturelle Einwanderungsgesellschaft

Der Referent Oliver Vrankovic arbeitet als Pfleger in einem Altenheim der Organisation für Einwanderer mitteleuropäischer Herkunft in der israelischen Stadt Ramat Gan. Vor einigen Jahren öffnete sich das Heim auch anderen Einwanderergruppen, vor allem Holocaust-Überlebenden aus Osteuropa. Die Angestellten des Heims sind Juden, deren Eltern aus orientalischen und nordafrikanischen Ländern, aus Weißrussland, Russland, dem Kaukasus oder Zentralasien nach Israel eingewandert sind. Der Vortrag geht den Parallelen in den verschiedenen Einwanderungsgeschichten nach und zeichnet so ein aus deutscher Perspektive wahrscheinlich ungewöhnliches Bild Israels als multikultureller Einwanderungsgesellschaft.

Oliver Vrankovic stammt aus Esslingen und lebt und arbeitet seit acht Jahre als Altenpfleger in Ramat Gan. Er ist Blogger (derkichererbsenblog.com) und schreibt unter anderem für Cicero, Jungle World und die Jüdische Allgemeine.

22.März 2018, 19.30 Uhr
Die letzten Jeckes
Juden aus Deutschland und die Einwanderergesellschaft Israel heute
Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic (Ramat Gan, Israel)
sfd Bremen (Dammweg 18–20)

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