Inkontinenz – Tabuthema war gestern…

…Blase und Darm bei Morbus Parkinson und Multiple Sklerose (MS).

Joggerin springt über eine Pfütze

(c) gesche.online ; Karen Schumann

Der Alltag von Menschen mit Inkontinenz kreist um die Fragen wie „Wo ist die nächste Toilette?“ oder „Wo kann ich mich waschen?“. Was für die meisten selbstverständlich ist, funktioniert einfach nicht mehr:

80% von Inkontinenz betroffen

Betroffene schaffen es nicht, Harn oder Stuhl zu halten. Etwa 80% aller MS-Kranken und über die Hälfte aller Parkinson-Patineten leiden an Störungen in Blase und Darm. Inkontinenz, das Unvermögen Harn oder Stuhl zu halten und kontrolliert abzugeben, kann dabei vielfältige Ursachen haben. Das fein abgestimmte System aus Blasenmuskulatur, Schließmuskeln und Beckenbodenmuskulatur funktioniert nicht mehr richtig. Im Falle von Morbus Parkinson und Multiple Sklerose beruht dies auf Fehlern in der Signalübertragung der Nervenzellen.

Häufiges Symptom

Frau turnt auf Rasen: Hände am Boden Füße in der Luft

(c) Frauenseiten, Woelk-Heder

Bei MS ist eine Blasenstörung häufig sogar eines der ersten Symptome, in manchen Fällen sogar das einzige Symptom ihrer Erkrankung. Mediziner unterscheiden dabei unterschiedliche Arten von Blasenstörungen, wie überaktive Blase (Detrusor-Hyperreflexie) oder schlaffe Blase (Detrusor-Hyporeflexie). Ähnlich verhält es sich bei Darminkontinenz. In jedem Fall steht eine optimale Schub- und Langzeittherapie im Vordergrund als Grundlage der Symptomkontrolle.

Stellen Sie Ihre Fragen zur Inkontinenz

Dr. med. Katja Odin, Chefärztin der Klinik für Neurologie an der Paracelsus-Klinik Bremen, und Inkontinenz Expertin Birgit Holwe informieren Interessierte und Betroffene bildhaft und leicht verständlich über Krankheitsbild sowie moderne medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Sie beantworten dabei auch Fragen wie: Wann müssen Sie zum Arzt? Was macht der Arzt? Was kann ich selbst tun?

Im Anschluss stehen die Referentinnen für Fragen zur Verfügung. Geeignet sind die Vorträge für Interessierte und Betroffene.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist erforderlich:

telefonisch unter (0421) 4683-252 oder online auf www.paracelsus-kliniken.de/bremen unter dem Punkt Internet-Service. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 

WAS:„Tabuthema war gestern: Blase und Darm bei Morbus Parkinson und Multiple Sklerose“
WANN: 2. November 2016 | 17 Uhr
WO: Paracelsus-Klinik Bremen | In der Vahr 65, 28329 Bremen | Gruppenraum | Physiotherapie 1. OG
REFERENT: Dr. med. Katja Odin, Chefärztin der Neurologie und Birgit Holwe
ANMELDUNG: T (0421) 4683-252 oder www.paracelsus-kliniken.de/bremen

  1 comment for “Inkontinenz – Tabuthema war gestern…

  1. Elfie
    29. Oktober 2016 at 5:52 pm

    Auch Ältere ohne diese Diagnosen sind auf öffentliche Toiletten angewiesen. Mehr Toiletten im Stadtgebiet war eine der Forderungen, die bei einer Umfrage der Hochschule Bremen im Stadtteil Östliche Vorstadt genannt worden sind. Befragt worden sind Viertelbewohner über 60 Jahren.

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