Bewegungstag für ältere Menschen ein voller Erfolg

Gestartet mit 30 Personen und ins Ziel eingetroffen mit 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Damit war der erste St. Magnuser Bewegungstag für ältere Menschen am 6. August 2016 ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Burglesum in Bewegung – Im Alter fit, komm mach mit!“ sind viele Seniorinnen und Senioren der Einladung gefolgt.

Bewegungstag für ältere Menschen, Viele Personen bei einem Waldspaziergang

(c) Sonia Lippke

3 km durch das grüne St. Magnus

Zu Fuß, mit Rollator oder Nordic-Walking Stöcken und in Begleitung von Fahrrad oder Angehörigen waren die „reiferen Erwachsenen“ unterwegs. Ausgangspunkt war die Begegnungsstätte St. Magnus. Dirk Schmidtmann, Vorsitzender des TSV-St. Magnus, hieß alle willkommen. Unterstützung fand die Veranstaltung ebenfalls von Ortsamtleiter Florian Boehlke. Auch die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport Anja Stahmann richtete ihre Worte an die Anwesenden. Sie berichtete, dass dies ihr erster Arbeitstag nach ihrem Urlaub sei und sie sich freue, selbst an dieser Aktion aktiv teilzunehmen. Die Senatorin erwähnte auch die Empfehlung von 10.000 Schritten pro Tag. Diesem Ziel kamen alle Anwesenden nach, denn die Strecke umfasste ca. 3 km durch das grüne St. Magnus.

Der Spaßfaktor sollte nicht zu kurz kommen

An drei Stationen gab es Informationen und Anregungen, die Geist und Körper anregen sollten. So regte Dr. Hagen Schmidtmann, Hausarzt im Quartier, nicht nur dazu an, den Fitnessparcours für Erwachsene vor der Bremer Heimstiftung zu nutzen. Er rief auch allen Anwesenden auf, den Spaß-Faktor ins Gedächtnis zurückzurufen, indem er seine eigenen Lieblingssportgeräte -Ball, Frisbee und Bumerang- aus dem Rucksack holte. Er

Bewegungstag für ältere Menschen, Personen beim Sport auf dem Rasen

Gemeinsame Bewegungsübungen (c)Sonia Lippke

erinnerte darüber hinaus daran, dass der große Baum inmitten des Parcours ihn selbst als Kind zum Klettern einlud. Jüngere Semester unter den Teilnehmenden überprüften die Kletterbarkeit gleich spontan und brachten ältere Semester zum Schwelgen in Erinnerungen. Sportgeräte wurden von allen Altersgruppen ausprobiert und allerseits schien Freude aus den Gesichtern bei strahlendem Sonnenschein.

An der zweiten Station wurden Bälle verteilt und Physiotherapeutin Heike Barg leitete gekonnt die Besucherinnen und Besucher zu Übungen an, bei denen alle einfach mitmachen mussten. Mitmachen war im Sitzen, am Rollator und im Stehen erlaubt. Ins Schwitzen und außer Atem kamen auch die Trainierten. Nach einer kleinen Erfrischung ging es weiter zum Vereinsheim.

Bewegungstag für ältere Menschen, Personen beim Sport auf dem Rasen

(c) Sonia Lippke

Der Mensch ist keine Schublade

An der dritten Station gab es Sitzgelegenheiten für alle und einen Folienvortrag von Übungsleiter Dr. Jürgen Schoer. Dieser kurzweilige Vortrag thematisierte nicht nur die höhere Lebenserwartung heutzutage, sondern auch die typischen Erfahrungen mit dem Älterwerden. Seine Devise war dabei, dass Altern nicht bedeuten muss, dass sich automatisch Einschränkungen einstellen müssen. Vielmehr kommt es darauf an, trainiert zu bleiben und dass körperliche Aktivität dabei ganz wichtig ist. Amüsant war sein Vergleich, dass der menschliche Körper keine Ikea-Schrankschublade sei, die eine klar begrenzte Lebensdauer hat. Vielmehr sei der Mensch dafür gebaut, gebraucht und trainiert zu werden. Dadurch sei eine hohe Lebensdauer bei gleichzeitiger Lebensqualität zu erreichen – denn wir sind ja keine Schubladen. Das bedeutet, dass auch -oder gerade- ältere Menschen von Sportangeboten profitieren können. Und solche Angebote gibt es hier im Quartier natürlich, wie zum Beispiel die Sportkurse beim TSV St. Magnus, aber natürlich auch Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen oder Laufen statt mit dem Auto zu fahren sind sinnvoll. Mit der Einladung, beides auszuprobieren oder noch häufiger zu machen, schloss Herr Schoer seinen Vortrag.

Bewegungstag für ältere Menschen, Viele Personen lauschen einem Vortragenden

Im Vereinsheim (c)Sonja Lippke

Weiter geht es im September

Glücklich blickt Dirk Schmidtmann auf den Tag zurück: „Ich bin zufrieden und begeistert, wie viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind und heute aktiv waren.“ Auch Tobias Ubert Projektmanager des Forschungsprojekts AEQUIPA und Initiator der Veranstaltungsreihe „Burglesum in Bewegung“ meint: „Unsere Vorbereitungen haben sich gelohnt und alle meine Erwartungen sind übertroffen worden. Das ist klasse und ich freue mich schon auf die zwei nächsten Veranstaltungen dieser Art. Hoffentlich werden die auch so gut angenommen.“

Weitere Veranstaltungen aus der Veranstaltungsreihe finden am 10. und 24. September 2016 in Marßel bzw. in Burg-Grambke statt. Unter den Teilnehmern herrscht Einigkeit, dass dies eine schöne Veranstaltung war, die Spaß gemacht hat. Auf die Frage, was denn am Programm am besten war, kommt die klare Antwort: „Alles!“

Sonja Lippke

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