Endlich 50 oder Oh Schreck „schon“ 50?

Tanzende Füße

(c) Natascha Köhler

50 Jahre? Das war die Hälfte meines Lebens? Höchstens! Ja, was ging einem da alles durch den Kopf?

Ich lud mir zu meinem „Fünfzigsten“ genau 50 Gäste ein; die Wohnung war proppevoll; aber wir waren ja alle noch „jung“ und konnten noch locker auf der Erde oder auf einer Sessellehne sitzen. Klar, dass die Gespräche auch darum gingen: wie viel Jahre bleiben uns? Was mache ich mit dem Rest meines Lebens….

Frau am Fenster

(c) Michael Ring

Bei mir war die Situation so: die Kinder waren zum Studium aus dem Haus, ich entschied mich für einen völlig neuen Berufsweg, verkaufte das Haus und zog zurück nach Bremen. Das war schon ein gravierender Einschnitt; die Zukunft lag etwas im Ungewissen. Aber, es war auch kein Risiko, denn Arbeit gab es genug.

Neue Freiheit

Also: Job suchen, viel verreisen, mit Rucksack in ferne Länder. Auch im Rückblick ist das immer noch ein Traum für mich. Damals lebte ich ihn auch real. Eine solche Freiheit bedingt aber auch, dass ich als Selbständige nach Rückkehr immer doppelt arbeiten musste. Aber vom Alter her gesehen, ging das eben auch noch. Und da ich ja nur für mich alleine sorgen musste, klappte alles. Meine Kinder verdienten sich neben dem Studium ihr eigenes Geld; also alles bestens. Ich war endlich 50.

Und Gedanken ans Altwerden? Nein, die hatte ich noch nicht. War doch „erst“ 50! Da stand die Welt mir doch noch offen. Nur gut, dass es so ist; denn im Laufe der Jahre ändert sich auch das. Aber: die Erinnerungen bleiben und geben bis heute Kraft.

Ein Hoch auf die 50er Lebensjahre!

Gisela E. Walther

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