Perfekt für Senioren: Wohnen nach den drei „A“s

Treppenstufen mit Pflanzen

(c) Barckhausen

Unsere Freunde haben ein sehr großes Haus. Im Alter wollen sie sich verkleinern. Also verkaufen sie ihr Haus. Was sie dafür an Geld bekommen, reicht gerade für ein kleines Haus. Da kommen sie schon ins Grübeln, ob das so richtig ist, für das gleiche Geld so viel weniger zu bekommen. Na, dafür ist aber alles neu und sie brauchen sich die nächsten Jahre um nichts Sorgen zu machen, und außerdem ist der Unterhalt für ein kleines Häuschen günstiger.

Die ersten Interessenten kommen und bemängeln ihr Haus. Das Bad ist alt, das Dach ist alt, die Fenster müssten neu. Die Interessenten bieten den beiden sehr viel weniger, als sie gedacht hatten. Schon geht die Rechnung nicht mehr auf. Da müssten sie ja noch Geld aufnehmen um sich zu verkleinern. Auch der nächste Interessent hat hier und da was zu bemängeln. Der Verkauf geht nur schleppend voran.

Wohnen Senioren, Hand in Hand

(c) Frauenseiten, Robers

Unsere Freunde haben sich mal umgesehen und ihr Traumgrundstück auch schon gefunden. Es liegt genau in der Ausrichtung nach den drei „A“s: Ärzte, Apotheker, Aldi. Wohnen, wo alles zu Fuß zu erreichen ist. Ideal, wenn sie später mal kein Auto mehr haben.

Nun muss nur noch der richtige Käufer für ihr Haus gefunden werden. Wir drücken ihnen die Daumen. Bei zu geringem Verkaufswert platzt die Seifenblase. Gar nicht so einfach, sich nur mal eben zu verkleinern.

Gertrud von Hacht

  4 comments for “Perfekt für Senioren: Wohnen nach den drei „A“s

  1. Joschi
    1. März 2017 at 2:11 pm

    Hm, die drei A´s sind wenig hilfreich für Senioren_innen , wenn im
    negativen Beispiel die Ärzte_innen unfreundlich und schroff sind und evtl sogar
    Defizite in der Kompetenz sichtbar werden. Das Gleiche gilt für die Apotheken und auch Aldi.
    Am besten: Im Vorhinein drei Monate Urlaub am ausgesuchten
    neuen Wohnort machen.
    Übrigens! Wenn das Wohnhaus Ihrer Freunde so groß ist, bietet sich zum
    „Verkleinern“ das Vermieten von Wohnraum im eigenen Haus an.

    Viele Grüße

    Joschi

  2. Freiwillige
    6. März 2017 at 7:18 pm

    Das ganze sollte bedeuten, dass man nicht auf dem Lande wohnen sollte, sondern dicht am Geschehen, möglichst fußläufig zu Arzt, Apotheke und Discounter.
    Liebe Grüße Gertrud

  3. Hedwig
    10. März 2017 at 9:31 am

    Und wir sollten die kleineren Läden rings um uns herum nicht vernachlässigen. Denn wenn wir „raus“ in die Einkaufszentren fahren und dort alles kaufen, sind der Schlachter oder der Bäcker nicht mehr nebenan, wenn wir sie dann im Alter brauchen.

  4. Hans Peter
    11. März 2017 at 6:57 pm

    Das ist genau richtig, und ich predige es meinen Kindern immerzu.Auch das Einkaufen über das Internet macht die kleinen Geschäfte vor Ort kaputt.
    Dort lassen sich die Leute beraten und bestellen dann über Amazon. In manchen Geschäften, bei größeren Artikeln muss man sogar schon für die Beratung bezahlen. wenn man dann dort kauft, wird der Betrag verrechnet.
    Da müssen wir umdenken.Gruß Hans Peter

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