Neues Programm für gemeinschaftliches Wohnen im Alter

Zwei Tassen auf einer Fensterbank

(c) frauenseiten, Steffi Gomes

Selbstständig und selbstbestimmt, zugleich aber in Gemeinschaft mit anderen: Diesem Ziel des modernen Lebens und dem Wohnen im Alter widmen sich 29 beispielgebende Projekte, die das Bundesfamilienministerium in seinem neuen Programm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ jetzt vorgestellt und für eine Förderung ausgewählt hat.

Die Wohnungsgesellschaften, Vereine, Kommunen und weitere Initiativen, die gefördert werden sollen, arbeiten in vielfältiger Weise an den vom Bundesfamilienministerium gesetzten Schwerpunkten: Gemeinschaftliches Wohnen auch für Menschen im hohen Alter zu ermöglichen und durch eine barrierefreie Gestaltung einen Beitrag für ein inklusive und generationengerechte Gesellschaft zu leisten.

„Alltägliche Inklusion modellhaft leben“

Mehrere der ausgewählten Projekte beziehen daher Menschen mit einer Behinderung, mit Pflege- oder Hilfebedarf ausdrücklich ein und eröffnen ihnen die Möglichkeit, bereits an der Planung mitzuwirken und Wünsche etwa zum Gemeinschaftskonzept oder zum Wohnungszuschnitt zu äußern. Bei anderen Projekten sind Menschen mit niedrigem Einkommen eingebunden und betreiben etwa ein Café als Anziehungs- und Treffpunkt innerhalb des Quartiers. Weitere Initiativen zeigen, wie durch Genossenschaften das gemeinschaftliche Wohnen auch für Familien verlässlich und stabil gestaltet werden kann. „Alltägliche Inklusion modellhaft leben“, so fasst eines der ausgewählten Projekte seine Arbeit zusammen und trifft damit einen wesentlichen Ansatz des Programms.

Logo mit schwarz/rot/goldenem Streifen

(c) Bundesministerium für Familie Frauen Senioren und Jugend

Einer großen Nachfrage begegnen

Das Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen, über Alters- und Generationengrenzen hinweg, ist hoch. Laut einer aktuellen Studie können sich mehr als 30 Prozent der Erwachsenen gut vorstellen, im Alter in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zu leben. Das bisherige Angebot liegt deutlich unter der Nachfrage. Um vor diesem Hintergrund einen Anschub zur Verbreitung gemeinschaftlicher Wohnangebote zu leisten, unterstützt das Bundesfamilienministerium mit dem Programm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ Praxisprojekte, die als Vorbild dienen und zur Nachahmung anregen können.

Mehr als 200 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich für das Programm beworben. Aufgrund der begrenzten Mittel konnte nur ein kleiner Teil davon ausgewählt werden. Die Bundesvereinigung des Forums für gemeinschaftliches Wohnen wird sie auf ihrem Weg begleiten und die Ergebnisse auswerten und analysieren, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so die gewünschte Breitenwirkung zu erzeugen.

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