Neue Mobilität? Die E-Scooter sind in Bremen angekommen!

(c)Dirk Mittermeier

Zuviele Unklarheiten!

In Hamburg und anderen Städten steigt, wie man im Weser-Kurier vom 22.9.2019 lesen kann, die Zahl der Unfälle mit E-Scootern. In dem Artikel „500 E-Scooter für Bremen“ zu deren Zulassung in unserer Stadt fehlt ein Aspekt, der gerade bei Unfällen eine wichtige Rolle spielt: Wie wird die Versicherung geregelt? Hat die Stadt diese Frage bisher ausgeklammert?

Es geht hier ja nicht um private Mobilitätshilfen, sondern um die Geräte des Anbieters Lime. Als Fußgänger der Generation 80+ möchte ich gerne wissen, ob die E-Scooter und ihre Mieter automatisch beim Anbieter versichert sind oder ob die Nutzung des Scooters allgemein nur möglich ist, wenn der Mieter selbst versichert ist. Würde dies jeweils sorgfältig überprüft? Ich möchte auch wissen, ob von Anfang an garantiert ist, dass man im Ernstfall den Anbieter oder einen Subunternehmer mühelos erreicht und dass einer von Beiden sämtliche aus dem Unfall entstehenden Formalitäten für den unschuldig Betroffenen ausführt, bestehende Schadensansprüche reibungslos und ohne juristische Verrenkungen übernimmt und die Kostenerstattung umgehend erledigt.

Neue „Mobilitäts-Hierarchien“

Es wird in dem Artikel auch nicht erwähnt, inwieweit die E-Scooter in den Bremer Fußgängerzonen fahren dürfen. Mit den Fahrradfahrern haben wir Fußgänger dort schon genug zu tun. Wenn hier Unklarheiten bleiben, werden wir uns wohl darauf einstellen müssen, im Ernstfall gegen die Stadt zu klagen, sofern sie für diesen Bereich keine klaren Auflagen erteilt hat. Wenn es häufiger zu Unfällen kommt, sollten insbesondere wir Älteren uns sicherheitshalber aus der Innenstadt fernhalten. Für uns Alte sollte das Gesundbleiben dann ein höheres Gut als ein Besuch der Bremer Innenstadt mit ihren Angeboten sein. Da in Bremen viele alte Menschen leben und deren Zahl auch wächst, würde dann zwar in den Fußgängerzonen mehr Platz für die Fahrrad- und Rollerfahrer/innen bestehen, aber mal ernsthaft, wäre das gewollt?

Gerd Feller, Bremen

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