Aktueller Stand der Palliativmedizin in Bremen

zwei Männer

(c)Dirk Mittermeier

Arbeitskreis Pflege und Gesundheit trifft sich zu seiner 8. Sitzung

Es bestand wie erwartet ein großes Interesse an der Thematik. Elke Scharff, Sprecherin des Arbeitskreises, war es gelungen zwei hochkarätige Gäste für einen Vortrag zu gewinnen.

Dr. Hans-Joachim Willenbrink von der Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin am Klinikum Links der Weser, in Bremen und weit über Bremen hinaus anerkannter Fachmann, gab mit seinem Vortrag „Palliativmedizinische Versorgung, was kann man erwarten, was ist noch wünschenswert“ eine Einführung in das Medizinfeld und die Situation im Land Bremen. Auch wenn Bremen mit seinem palliativmedizinischen Angebot im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich einzustufen ist bleibt nach Auffassung von Willenbrink eine wünschenswerte „early integration“, das heißt eine frühzeitige Einbeziehung palliativmedizinisch kompetenter Betreuung in ein Krankengeschehen, aus Gründen mangelnden Personals bisher unerfüllt. Aus dem Auditorium wurde eine Intransparenz des palliativen Angebots in Bremen bemängelt (Welche Kliniken in Bremen haben wie viele palliativ ausgebildeten Ärzte*innen? Welche niedergelassenen Ärzte*innen/Hausärzte*innen besitzen eine Zusatzqualifikation für eine ambulante palliativmedizinische Betreuung? Wie ist die SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) in Bremen personell aufgestellt?).

Vortragsgruppe

(c)Dirk Mittermeier

Friedhelm Pielage, Geschäftsführer des Hospiz- und Palliativ Verband Bremen e.V., hatte die Ergebnisse einer Befragung von Pflegeeinrichtungen zum Thema „Palliativmedizinische Betreuung“ seiner Organisation aus dem Vorjahr mitgebracht und vorgestellt. Sein Vortrag „Pflegeheim und ‚Hospiz – gleiche Betreuung in der letzten Lebensphase?“ und die vorgetragenen Ergebnisse gaben Anlass zu diversen Nachfragen aus dem Kreis der Zuhörer. Die Veröffentlichung und eine kritische Bewertung der Umfrageergebnisse durch den Verband selbst steht noch aus, wurde aber für die nächsten zwei Monate angekündigt. Die SeniorenVertretung wird nach Vorlage der Daten und der Bewertungen auf dieses Themenfeld zurück kommen.

Dr. Dirk Mittermeier

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