Specials

damals …

Anerkennungsurkunde

Anerkennung für Arbeitseinsatz Beim Durchsuchen alter Unterlagen fiel mir dieses Anerkennungsschreiben von Bürgermeister Wilhelm Kaisen in die Hand. Es wurde damals ausgegeben für unseren Arbeitseinsatz: Schutt entfernen und Steine klopfen in der Pfalzburger Strasse beim Spitzbunker und drei Wochen lang Schützengräben verfüllen in der Parkallee und im Bürgerpark. Mit Schaufeln auf der Schulter mussten wir…

Wie wir damals lebten

Laib Brot mit Brotmesser

Magermilch und Brot Ende der vierziger Jahre. Mit der silberfarbigen Milchkanne ging ich los. Der Auftrag lautete: „Einen Liter Milch und einen halben Liter Magermilch“. Beides wurde gemixt. Die „Fettarme“ war noch unbekannt. Und Diät spielte damals keine Rolle. Nur dass die Magere etwas billiger war. Mutter rechnete mit dem Pfennig. Ein Brot war ein…

Gedanken und Erinnerungen an den 9.November 1938

Nasses Kopfsteinpflaster

Am 9. November 1938 zogen Trupps der SA durch den Stadtteil Bremen-Hastedt. In dem jüdischen Kaufhaus Alexander an der Hastedter Heerstraße wurden die Schaufensterscheiben eingeschlagen, aus der Auslage und dem Laden wurden Teppiche und Wäsche gestohlen. Die Kapelle auf dem jüdischen Friedhof in der Deichbruchstraße steckten SA-Leute in Brand, ohne dass die Feuerwehr aus der…

Neulich …

Demenzpatienten Die Buchstaben " Demenz " in einer Hand

… am Telefon Demenz, eine fürchterliche Belastung für die ganze Familie. Lange hatten wir nichts voneinander gehört und dann dieses. Eine gute Bekannte erzählte am Telefon, dass ihr Mann mit kurz über sechzig an Demenz erkrankt ist. Sie hatten es erst gar nicht mitbekommen. Er arbeitete als Versicherungsmakler und telefonierte mit seinen Kunden, wie immer.…

Wie wir damals lebten: Schwarze Pädagogik

Klassenfoto

Ein Sommerkleid gegen einen Tornister Ich sehe noch die Straße voller roter Fahnen, wohl 1944 zu „Führers Geburtstag“. Aber jetzt – im Herbst 1945 – ist es damit vorbei. Ich bin sechs Jahre alt und gehe zur Schule, jeden Morgen im Dunkeln eine Stunde Fußweg. Das Klassenzimmer ist  ein Provisorium. Die Bänke sind sehr hoch.…

Gehts noch?

Mängel in der Pflege, Rollstühle

Die Vorgeschichte Östliche Vorstadt Bremen vorletzte Woche: In einem Wohnhaus mit vielen älteren Menschen und einem intakten nachbarschaftlichen Miteinander kommt der 90jährige Heinz Z. morgens nicht aus dem Bett. Sein linkes Knie schmerzt sehr und ist stark geschwollen. Er bekommt nachbarschaftliche Hilfe in Form von Frühstück. Das Büro eines privaten Pflegeunternehmens im Erdgeschoss wird informiert…

Immobiliar-Kreditwürdigkeitsprüfungsleitlinien-Verordnung

Collage aus Hausansichten moderner Gebäude

Senioren*innen bekommen wieder Baugeld Im März 2016 trat die europäische Wohnimmobilienkredit-Richtlinie in Kraft. Ziel war eine Verschärfung der Haftung der Banken und eine Eindämmung fragwürdiger Kredite. Eine im Grundsatz sinnvolle Massnahme mit unerwünschten Nebenwirkungen: Negative Folgen für Senioren*innen war der erschwerte Zugang zu Baukrediten für diese Gruppe. Die Richtlinie sah vor, dass ein Baudarlehen noch…

Altwerden in der Stadt

Typische Bremer Häuserzeile

Wem es beschieden, der darf alt werden. Es ist im Menschenleben eine ganz besondere Zeit: „frei von – frei für“. Es lohnt, sich darüber Gedanken zu machen, solange man noch voll im Leben steht, zumindest dann, wenn das Aussteigen aus dem Beruf sich ankündigt. Manchmal wird man auch schicksalsmäßig früher damit konfrontiert. Mein Mann und…

Pressemitteilung der SeniorenVertretung Bremen

Logo mit Bremer Schlüssel

Die SeniorenVertretung Bremen fordert rollstuhlgerechte Wohnungen Der Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Verkehr der Seniorenvertretung Bremen hat sich auf seiner Sitzung am 8.Mai 2018 mit den Themen Barrierefreiheit für Seniorinnen/Senioren und behinderte Menschen sowie der Novellierung der Bremer Landesbauordnung (LBO) befasst. Darüber referierte Frau Meike Austermann-Frenz vom Bremer Verein kom.fort sachkundig und ausführlich. Der gemeinnützige Verein…

„Wohnen für Hilfe“ – kostet nichts und hilft beiden Seiten

Patenmodell, Viele Hände recken sich in die Luft

Kennen Sie das? Wo früher ganze Familien wohnten, lebt heute oft nur noch ein einzelner älterer Mensch. Die Kinder sind aus dem Haus, das Arbeitszimmer bleibt auch meistens ungenutzt. Da wünscht sich manche Seniorin oder mancher Senior, das Haus wieder etwas zu beleben und nicht ganz allein zu sein. Auf der anderen Seite suchen jedes…