Zeichen setzen, auch digital in Zeiten von Corona….

Zwar konnten viele geplante öffentliche Erinnerungsveranstaltungen anläßlich des 76. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau jetzt am 27. Januar 2021, coronabedingt, nicht stattfinden, aber Medien, Kultureinrichtungen, regionale Einrichtungen nahmen den Termin und eine damit verbundene Presse – Erklärung zum Anlass für eine Würdigung.

Gerade in der Corona – Zeit mit zunehmendem Antisemitismus und Weltverschwörungstheorien zeigt sich wie wenig Geschichtsbewußtsein bei den Menschen vorhanden ist. Umso mehr freute ich mich deshalb über die Einladung zur Ausstellung z.Zt in Berlin.

„Das Lonka – Projekt“ im Willy – Brandt – Haus, das der Befreiung des Lagers Auschwitz und den Opfern des Holocaust gedenkt!

(Sie wird vorerst nur als Online-Präsentation digital realisiert – unter www.fkwbh.de)

 

 

„Das LONKA – Projekt“ 

Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust – Überlebenden.

250 Fotograf*innen, Fotojournalist*innen und Dokumentationsfotograf*innen haben einige von ihnen portraitiert.
Initiiert wurde das Projekt in Jerusalem ursprünglich von Rian Castelnuovo und Jim Hollander als Hommage an Rinas Mutter Lonka Dr. Eleonaora Nass (1926 – 2018), Peggy Parnass (Hamburg) u.v.m.

Es entwickelte sich in internationaler Zusammenarbeit mit 200 professionellen Fotografen aus 30 Ländern und ein einzigartiges Archiv über das größte Verbrechen des 20. Jahrhunderts, das von Nazideutschland ausging.

Als Mädchen überlebte Lonka fünf Konzentrationslager der Nazis und „repräsentiert die Lebenskraft der Überlebenden….und den ungeheuren Überlebenswillen“ (Text aus der vorliegenden Einladung)

„Wir würdigen die Überlebenden, die den Triumph der Menschheit über den Hass verkörpern und deren innere Stärke uns alle inspiriert“, sagen die Präsidenten von Israel und Deutschland,  sowie der Präsident des Europäischen Rates, in einer Grußbotschaft für das Lonka Projekt. Initiativen wie das Projekt trügen dazu bei, „dass die Lehren aus dem Holocaust und das heilige Gelübde ‚Nie wieder‘ an unsere Kinder, die Kinder unserer Kinder und alle zukünftigen Generationen weitergegeben“ werden.

Vom 27. Januar bis 11. April 2021 ist die Ausstellung in Form von online – Führungen zu sehen aus dem Willy- Brandt-Haus, 10963 Berlin, Stresemannstrasse 28, –  im Gedenken an die Befreíung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

Barbara Matuschewski

  2 comments for “Zeichen setzen, auch digital in Zeiten von Corona….

  1. Monika Sattelberg sagt:

    Danke für die Info. Mich hat die Rede im Bundestag von Charlotte Knoblauch am 27.01. 2021 und der jungen Frau, der 33jährigen Jüdin, sehr bewegt. Aber das kann nur jemand so empfinden, der sich für die Vergangenheit wirklich interessiert. Da reicht es nicht „nur“ zu lesen. Bereit sein, um Orte aufzusuchen, wie in Berlin, das einzig erhalten gebliebene Lager, das „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit“ zum Beispiel, oder das Durchgangslager „Kamp Westerbork“ in den Niederlanden. Von da aus ging es in die sogenannten „Arbeitslager“ nach Deutschland.
    Sich selbst ein Bild machen, sich einen ganz persönlichen Eindruck verschaffen und dann die eigene Meinung bilden. Und dann Aufklären!!!

  2. Maria sagt:

    Eine Online-Führung, die ein „Muss“ sein sollte.

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