Die bunten Waldbewohner

Anlass zur Wissensvermittlung – kompackt:

Noch nie waren so viele Spaziergänger bei schönem Wetter im Wald unterwegs, wie in der Coronazeit. Dabei kommen Manche unter ihnen jetzt beim Anblick der “bunten Waldbewohner” auf die Idee, Pilze zu sammeln.

Wann und wie lange wachsen Pilze?

Zu jeder Jahreszeit, sogar im Winter können hierzulande Pilzliebhaber fündig werden. Die Hauptsaison jedoch ist vom Spätsommer bis zum Frühherbst. Dabei hat jede Pilzsorte ihre eigene Sammelzeit. Das Klima und mitunter der Baumbestand haben einen Einfluss auf das Wachstum. Wer im Herbst durch das Unterholz streift um Pilze zu sammeln, sollte sich vorher informieren, denn es gibt einige Tipps zu beachten: 1. Warme Kleidung, festes Schuhwerk, Taschenmesser und ein Korb für den Transport ist Standardausrüstung! 2. Grundwissen aneignen, wenn nicht vorhanden! Wer sich bei einem Pilz unsicher ist, ob er giftig oder essbar ist, sollte ihn stehen lassen. 3. Aktiv werden, wenn es draußen feucht und warm ist, da Pilze dann besonders gut wachsen – für relativ kurze Zeit. Was sicherlich jeder weiß, nur den Fruchtkörper, also den überirdischen Teil des Pilzes abschneiden. Wird der unterirdische Teil nicht beschädigt, wächst an der gleichen Stelle im darauffolgenden Jahr wieder ein neuer Pilz.

Wie viele Pilze darf man “ernten”?

Faustregel: Ein Kilogramm pro Person und Tag, also nur für den Eigenbedarf! So ist es in den Naturschutz- und Waldgesetzen definiert. Es wäre aber durchaus denkbar, daß es Unterschiede in den Bundesländern gibt. Wer die erlaubten Mengen überschreitet und keine Sondergenehmigung hat, dem droht ein Bußgeld, so kann man nachlesen.

Orte, die das Pilzesammeln verbieten

Generell in Naturschutzgebieten und Nationalparks! Und: In unserem Nachbarland – “In den Niederlanden ist das Sammeln von Pilzen und Waldfrüchten strikt verboten. Es drohen hohe Bußgelder”. Die gesamte Natur dort steht unter besonderem Schutz. Da es ein kleines und dicht besiedeltes Land ist, möchte man verhindern, daß Raubbau an der Natur betrieben wird. Leider gibt es sehr viele Touristen, die sich nicht daran halten, die Regeln mißachten. Das kommt uns bekannt vor.

Geschenkbuchempfehlung:

“Pilzvergnügt – Die Schätze des Waldes aufspüren” (vom  Agrarwissenschaftler Stefan Marxer im Löwenstein-Verlag, 24,90 Euro)

“Einfach Pilze anbauen” – Anleitungen für draußen und drinnen (von Sylvia Hütter, 14,95 Euro)

Monika Sattelberg

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