Das Leben in diesen Zeiten: Neue Normalität im Juni?

(c)Dirk Mittermeier

Liebe Seniorinnen und Senioren,

Anfang Juni starten wir in die zwölfte Woche der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen des Corona-Virus. Ja, wirklich, es sind dann erst zwölf Wochen! Mir kommt es vor wie mindestens ein halbes Jahr! Inwieweit Lockerungen auf unserer regionalen Ebene oder grundsätzlich in Deutschland inzwischen beschlossen wurden, ist nicht vorhersehbar. Erste „Freiheiten“ zeichnen sich aber in der Diskussion ab, viele Organisationen rufen „Hier! Wir! Wir sind systemrelevant!“ Während man beginnt, sich (endlich!) auch Gedanken über Besuche für die Angehörigen von Pflegebedürftigen zu machen, nimmt König Fussball seine „gesellschaftsrelevante Funktion“ aus wirtschaftlichen Gründen und mit Sonderregelungen wieder wahr, in Geisterspielen oder vor Pappkameraden. Relevant sind aber alle Menschen und die schwere Aufgabe der Politik ist es, das öffentliche Leben in seiner ganzen Bandbreite der unterschiedlichen Lebensfelder verantwortungsvoll in eine „neue Normalität“ (… über diesen Begriff wird noch zu diskutieren sein …) zu führen, ohne das Risiko einer zweiten Infektionswelle zu groß werden zu lassen. Vieles wird stufenweise wieder frei sein, aber vielleicht müssen wir sogar wieder einen Schritt zurück in erneute Kontaktsperren gehen, wenn die Virologen es empfehlen und die Zahlen, denen wir uns unterworfen haben, es verkünden. Wir leben in den Zeiten der „statistischen Vermessung unserer Realität“ (Süddeutsche Zeitung), bei dem einiges ausgeblendet bleibt!  Vieles wird auch in „neuer Normalität“ nicht mehr so sein, wie wir es vorher gewohnt waren.

Selbstbestimmt bleiben!

Aber: Wir leben in einem freien Land und sind mündige Bürgerinnen und Bürger. Auch die alten Menschen wollen selbstbestimmt leben. Deshalb bleibt es allein Ihre Entscheidung, ob und in welchem Umfang Sie den verlockenden Lockerungen folgen oder aber nicht! Auch bleibt es Ihnen überlassen, in welchem Umfang Sie unsere altbekannte „Normalität“ wieder annehmen oder modifizieren. Das Wichtigste: Es besteht die Hoffnung, dass eine Rückkehr zu gemeinsamen Aktivitäten und sozialen Zusammenkünften in absehbarer Zeit mehr und mehr möglich sein wird.

Good bye!

Als Mediensprecher der SeniorenVertretung in der Stadtgemeinde Bremen verabschiede ich mich bei Ihnen. Danke für Ihr Interesse am SeniorenLotsen, für Ihre Rückmeldungen und Kommentare. Wie sagt man in Bremen: Man sieht sich! Bis dahin bleiben Sie maskiert, freuen Sie sich über das frühlingshafte Wetter hier bei uns, telefonieren Sie lange und ausgiebig mit denen, die Ihnen nahestehen und an denen Ihnen etwas liegt, auf diese Weise gilt es, die soziale Nähe zu behalten und Kontakte zu pflegen, verlieren Sie den Mut nicht, passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund! Ihr Dirk Mittermeier

  9 comments for “Das Leben in diesen Zeiten: Neue Normalität im Juni?

  1. Elisabeth Kriechel sagt:

    Super, lieber Dirk!!! Du warst ein Mediensprecher der Superklasse, hast toll informiert, Dich eingesetzt, bemüht, danke, einfach danke. Jedes Deiner Worte kann ich unterstreichen. Bleiben wir wachsam und selbstbestimmt, noch haben wir alle Tassen im Schrank, da hat Corona nie daran gerüttelt. Verteidigen wir unsere Rechte und melden wir uns zu Wort, wenn was zu sagen ist, ja nicht runterschlucken. Es muß eh aufgeräumt werden, gute Gelegenheit und weg mit Bevorzugungen und Ungleichheiten, das stärkt Kräfte, die wir nie wieder haben wollen.
    Ja, aus tiefem Herzen Dank für Deine lobenswerte Arbeit und auf Weiteres. Alles Gute und bleibe gesund und mitmischungsfroh.
    Herzlich: Elisabeth Kriechel

  2. Feller, Gerd sagt:

    Lieber Dirk, ich bedaure sehr, dass Du Dein Amt als Mediensprecher der Bremer Seniorenvertretung nach relativ kurzer Zeit niedergelegt hast. Ich war froh, dass ich Dich als meinen Nachfolger gewinnen und in die Arbeit einführen konnte. Nun befürchte ich, dass es der Bremer Seniorenvertretung ohne Dich erst einmal schwer fallen wird, eine regelmäßige, zuverlässige und inhaltsreiche Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Trotzdem hoffe ich, dass nicht ein Mangel an Informationen über die Bremer Seniorenpolitik zur neuen Normalität ab Juni wird.
    Du hast in Deiner kurzen Amtszeit sowohl bei der Herausgabe des DURCHBLICK als auch bei der Gestaltung der Seiten des Seniorenlotsen sehr wertvolle Arbeit geleistet und warst noch voller Ideen, wie man die Öffentlichkeitsarbeit für die Anliegen der Bremer Seniorinnen und Senioren zeitgemäß intensivieren könnte. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich und wünsche Dir alles Gute! Bleibe weiterhin gesund und munter!
    In freundschaftlicher Verbundenheit grüßt Dich herzlich Gerd Feller

  3. Elfie Siegel sagt:

    Ja, Dirk, der einzige Lohn für Ehrenamtliche ist die Anerkenneung (oder vielleicht sogar mal ein Lob). Wenn das nicht gegeben ist, bleibt nur aufzuhören. Du bist ein Macher. Wenn das nicht anerkannt wird….siehe oben. Aber die Seniorenvertretung hat sicher talentierte Köpfe, die deinen Job übernehmen. So long!

  4. Monika Sattelberg sagt:

    Lieber Herr Mittermeier, ich schließe mich den Kommentaren an. Die Zusammenarbeit mit Ihnen hat mir große Freude bereitet. Auch ich bedaure Ihren Rücktritt sehr. In der kurzen Zeit, die ich als Autorin dabei war, war mir Ihre Meinung und gelegentliches Lob wichtig und ausschlaggebend, es hat mich motiviert, weiter zu schreiben. Sie haben sich, soweit ich es beurteilen kann, mit Vollblut für die Sache engagiert – Danke!
    Auch ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und Schaffenskraft wo und wie auch immer.
    Ganz herzliche Grüße.
    Monika Sattelberg

  5. Herr Schmidtmann Dirk sagt:

    …. wieder ein guter Artikel, der das für uns alle neue Leben, in Zeiten von Corona gut beschreibt.

    Besonders Schade aber finde ich den „Good bye!“ Absatz am Ende dieses Artikels. Dieses „Good bey! hat mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen.
    Bei den Grüßen und Wünschen, für Doc Mittermeier, schließe ich mich den anderen Kommentaschreiber*Innen ausdrücklich an. 🙁

    Gruß D. Schmidtmann

  6. Scharff sagt:

    Schade, das soll es gewesen sein?

    Dirk, ich bedaure Deinen überraschenden und wohl persönlich motivierten Rücktritt sehr.
    Danke für die gute Zusammenarbeit. Dank auch an Deine Frau, die für so viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit für die SenV Verständnis hatte – auch von Mallorca aus.

    Tschüss
    Elke

  7. Dr.Andreas Weichelt sagt:

    Hallo Dirk,kaum jemand in der Seniorenvertetung hat mit Deinem Rücktritt gerechnet,deshalb kommt er umso überraschender.Deine Arbeit für den Durchblick war intensiv und erfolgreich.Deine Arbeit für den Seniorenlotsen,Dein eigentliches Werk, hat der Seniorenvertretung zu zusätzlicher Bedeutung verholfen.Dafür vielen Dank.Gruss Andreas

  8. Ekkehard Grimm sagt:

    Ekkehard Grimm

    Lieber Doc M., nun haben wir den Salat! Da haben wir uns ( weitere und ich) nach Kräften bemüht, den richtigen Mann für die SenV an eine wichtige und richtige Stelle für uns zu entsenden. Und dann sowas.
    Rücktritt vom der Funktion des Mediensprechers!
    Danke Doc M., für die immer gute Zusammenarbeit. Und dann auch sehr schlimm, tritt unser vom Vorstand soeben frischgewählter Landesvorsitzender von seinem Amt ohne Rückkoppelung mit seinen Wählern zurück! Geht garnicht! Was ist eigentlich das Votum der Vorstandsmitglieder noch wert?
    Da stimmt was an Haltung und Modalitäten nicht, unter denen wir in der SenV zusammenarbeiten.
    Aufforderung an alle: Wir müssen darüber demnächst gemeinsam noch heftig nachdenken!
    Meint Ekkehard Grimm

  9. J.Schwolow sagt:

    Lieber Dirk es tut mir leid das Du aufgegeben hast. Alles Bemühen Schwung in den Laden zubringen hat nicht viel gebracht Undank ist nunmal der Lohn für die viele Ehrenamtlichearbeit und die Zeit die man opfert. Du hast die Arbeit als Mediensprecher im Sinne der SeniorenVertretung weiter nach vorne gebracht und die Erfolge Deines Vorgängers weiter ausgebaut. Deine Ideen für die weitere Öffentlichkeitsarbeit werden wohl nicht mehr umgesetzt werden. Vielleicht findet der Vorstand ja gleichwertige Nachfolger für Dich. Ich wünsche Dir alles Gute und bleib gesund. Da Du weiter als Delegierter in der SeniorenVertretung bleibst kannst Du ein waches Auge auf die Arbeit der SeniorenVertretung haben. Ich bedaure den Rücktritt des Landesvorsitzenden der dem er das Amt erst kürzlich eingenommen hat. Schade das die Leute keine Ausdauer haben.
    J.S.

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