Einfach – genial!

(c)Monika Sattelberg

Das Laufrad

Wer kennt nicht das Laufrad, den Vorläufer des Fahrrads, beliebt und geschätzt bei unseren Jüngsten? Was hat jedoch das Laufrad in einem Beitrag für Senioren*innen zu suchen? Wer den Artikel: “Wir stellen vor: Buurtzorg“ im SeniorenLotsen gelesen hat, darf gespannt sein über diese Neuigkeit.

Wenn Fahrradfahren nicht mehr geht

Wenn das Fahrradfahren nicht mehr möglich ist, gibt es eine Lösung: Das Laufrad “Alinker”, ein nicht-motorisiertes Rad mit drei Rädern, ohne Pedale, mit verstellbarem Sattel und Lenker. Es wurde für alle Personen konzipiert, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, aber weiterhin mobil bleiben wollen. Für Menschen, die aktiv am Leben teilhaben möchten, um nach Möglichkeit das tun zu können, was ihnen Spass macht. Ein hervorragendes Fortbewegungsmittel, finde ich. Der Pflegedienst Buurtzorg in den Niederlanden hat es sich auf die Fahne geschrieben: Weitestgehende Selbständigkeit und Unabhängigkeit für die Hilfe bedürftiger Menschen. Da wir alle in der heutigen Zeit wechselnde Anforderungen und Veränderungen im Alltag erleben, ist es nicht verwunderlich, dass auf einem der jährlichen Kongresstage von Buurtzorg das Thema: “Innovation, Prävention und Entwicklung” war. Im Ergebnis dessen entstand eine Kooperation mit The Alinker Europe BV – und das Laufrad hat in der häuslichen Pflege in den Niederlanden seinen Einzug gehalten.

Das Laufrad – für wen geeignet?

Das Laufrad ist  grundsätzlich für Menschen jeden Alters geeignet, als alternative Fortbewegung zum Fahrrad oder bei gesundheitlichen Problemen, Parkinson, Multipler Sklerose oder anderen körperlichen Einschränkungen. Sogar für Menschen, die eine Rehabilitation nach einem Schlaganfall durchlaufen. Wie vielleicht jeder von uns weiss, gibt es auch Menschen, die im Rollstuhl sitzen und ihre Beine teilweise noch bewegen können. Welch eine grossartige Erfahrung gäbe es möglicherweise mit diesem Laufrad? Durch die aktive Gehbewegung werden Areale im Gehirn aktiviert, heisst es. Bei regelmässiger Nutzung könnte damit die ganzheitliche Leistungsfähigkeit verbessert werden. Dank der Erfinderin Barbara Alink, eine niederländische Designerin, Architektin, Humanistin und Erfinderin des Alinker. “Ob sie nun einen Rollstuhl oder Geher benutzen oder einfach nur anders aussehen, Menschen mit Behinderungen werden zu oft wegen ihrer Einschränkungen und nicht wegen ihrer Fähigkeiten gesehen”, sagt sie. “Der Alinker jedoch ist so unverwechselbar gestaltet, dass es das Unbehagen gegenüber Behinderungen überwindet.” Respekt und Würde, Gleichheit auf Augenhöhe, wer von uns wünscht sich das nicht?

Schon gewusst?

Seit Herbst 2019 ist das Alinker Laufrad auch in der Schweiz, Deutschland und Österreich erhältlich.¹

¹ Medienmitteilung “The Alinker” – Zürich, 31. Juli 2019

Monika Sattelberg

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