Pressemitteilung der SeniorenVertretung in der Stadtgemeinde Bremen

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(c) SeniorenVertretung Bremen

Aufbruch in die Zwanzigerjahre dieses Jahrhunderts

Vorstand der SeniorenVertretung Bremen legt seniorenpolitische Ziele fest

Bremen, den 23. Januar 2020

Die SeniorenVertretung Bremen wird die konkrete Umsetzung der in der Vereinbarung der Regierungskoalition allgemein dargestellten Ziele in den Handlungsfeldern mit seniorenpolitischer Relevanz kritisch und konstruktiv begleiten.

Der Vorstand der SeniorenVertretung hat in seiner Klausurtagung am 17. und 18.1.2020 die seniorenpolitischen Ziele für die Legislaturperiode festgelegt.

  • Wir fordern von der Politik, der Landespolitik und den Städtevertretungen, Anstrengungen, die den Senior*innen in Zeiten des allgemeinen Umstiegs in eine digitale Welt eine ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasste Teilhabe ermöglichen.
  • Wir fordern die Politik auf, bei den angekündigten kurzfristigen Entscheidungen für eine kostenfreie oder kostenreduzierte Nutzung des ÖPNV auch für Senior*innen Modelle zu erproben oder zu entwickeln.
  • Wir fordern von der Politik ein Gesamtkonzept für die zukünftige Versorgung von Pflegebedürftigen in Bremen.
  • Wir fordern eine an den Bedürfnissen der Menschen in unserer Stadt orientierte Planung und Organisation einer dezentralen Versorgung in den Bremer Gesundheitseinrichtungen.
  • Wir fordern die Politik auf, weiterhin für eine wohnortnahe ambulante Krankenversorgung in den Quartieren Sorge zu tragen.
  • Wir fordern von der Politik vermehrte Anstrengungen zur Schaffung von bezahlbaren barrierefreien Wohnungen und die Förderung von generationenübergreifenden Wohnprojekten in den Quartieren.
  • Wir werden den Dialog mit der jungen Generation suchen. Das erstrebenswerte Ziel einer solidarischen Gesellschaft kann nur erreicht werden, wenn der Dialog generationenübergreifend geführt wird. Wir wollen uns gemeinsam mit den jungen Menschen für eine lebenswerte Zukunft und eine ökologische Wende einsetzen.
  • Darüber hinaus suchen wir den Dialog mit allen demokratischen gesellschaftlich relevanten Gruppen und Organisationen.
  • Wir fordern die Politik auf, die bestehenden sozialen Unterstützungssysteme, ob durch Wohlfahrtsverbände, durch private oder institutionelle Initiativen oder durch die kommunalen Ressorts gefördert oder finanziert, durch konsequente Vernetzung zu optimieren.
  • Wir wollen aktiv mitarbeiten an einem Ausbau und der Verstetigung von Projekten, bei denen ein ehrenamtliches Engagement von älteren Menschen hilfreich ist.

Ja, wir sind alt; ja wir sind nicht so vernehmbar, wie andere politische Gruppierungen (daran werden wir arbeiten!); ja, die Zeit für unser Engagement ist begrenzt. Und: Nein, bei uns steht das Motorrad, wenn vorhanden, in der Garage und wird nicht im Hühnerstall genutzt!

Aber: Wir alle haben auf vielen verschiedenen Berufs- und Handlungsfeldern dazu beigetragen, dass wir und unsere Familien hier in Bremen und in Deutschland in Frieden und Wohlstand leben können. Wir wollen weiter dazu beitragen. Wir Alte sind viele und werden immer mehr und unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder, Enkel und Urenkel ist uns nicht egal! Wir haben das Wissen und die Erfahrungen der Vergangenheit in uns und wollen dies weiterhin nutzen zu unserem Wohl und dem der uns folgenden Generationen.

Wir freuen uns auf das Gespräch, die Diskussion und den Kontakt mit Ihnen, jetzt und in den kommenden Jahren!

Dr. Dirk Mittermeier, Mediensprecher

  1 comment for “Pressemitteilung der SeniorenVertretung in der Stadtgemeinde Bremen

  1. Ewald Stehmeier sagt:

    Hallo liebe SeniorenVertretung Bremen ich möchte einmal darauf hinweisen das Senioren und Seniorinnen beim Überqueren einer Straße Probleme mit Rollator und Rollstuhl haben da der Bordstein 3cm hoch ist und die Menschen Probleme haben diese Barriere zu überwinden. Barriefreiheit im Straßenverkehr sollte an diesen Stellen noch mal überdacht werden. Ich glaube es ist ein wichtiges Thema und sie sollten das in ihr seniorenpolitisches Programm aufnehmen. Ich beobachte dieses schon einige Jahre, und die Menschen fragen immer wieder warum ist das so.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ewald Stehmeier

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