Wie sieht in Bremen die Anwendung des Bundesteilhabegesetzes aus?

AK-Sprecher Ernst Benthien

(c) privat

Barrierefreiheit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

Am 6.6.2019 fand die ordentliche Sitzung des Landesteilhabebeirats statt. Nach dem Abarbeiten der Regularien wurde der Bericht von der Mitarbeit des Landesteilhabebeirats im Rundfunkrat Radio Bremen entgegengenommen. Der Rundfunkrat tagt viermal jährlich. Herr Frankenstein berichtete über seine Tätigkeit im Rat und über die Barrierefreiheit im Hause Radio Bremen. In der Frühjahrssitzung wurde über die Barrierefreiheit allgemein und die Berichterstattung zum Thema „Behinderung“ gesprochen. Der Gehörlosenbund eV fordert 5 % Gebärdensprache in öffentlich-rechtlichen Angeboten. Der Landesteilhabebeirat bekundete Interesse an einem Besuch von Radio Bremen oder dem NDR. Herr Frankenstein und Herr Baumann werden mit Radio Bremen Kontakt aufnehmen.

Barrierefreiheit in Bremer Krankenhäusern

Danach wurde die Berücksichtigung der Belange behinderter Menschen in Krankenhäusern behandelt. Abfragen durch das Gesundheitsressort sind vorgenommen worden. Herr Götz vom Gesundheitsamt. Die Frist ist im April abgelaufen. Zwei Krankenhäuser haben Fristverlängerung bis Juni erhalten. Zur Erklärung ein Beispiel: Es geht um die Behandlung behinderter Menschen in den Krankenhäusern. Beispiel! Beförderung der Rollstühle in den Fahrstühlen. Die Einstellung der Krankenhäuser auf den Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung. Die Gestellung von Begleitpersonen während des Krankenhausaufenthalts Gleiches gilt für Behindertenstätten und Altenheime. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner halten die Leistungsanbieter Notfallpapierberichte bereit. Durch diese erhalten die Kliniken in einer Akutsituation wichtige Informationen, die bei behinderten Personen zu berücksichtigen sind. Es besteht ein großer Bedarf zur Behandlung von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung und psychischer Erkrankung.

Barrierefreiheit in der Gynäkologie

Weiter wurde Aktuelles zur barrierefreien gynäkologischen Praxis behandelt. Besprochen wurde die Behandlung behinderter Frauen auf einer barrierefreien Zuwegung in der Frauenklinik. Behandlung 40 -70 Frauen im Jahr. Außerdem sind im Neubau des Klinikums Bremen -Mitte entsprechende Räume für die gynäkologische Praxis barrierefrei vorgesehen.

Medizinisches Zentrum

Nächster Punkt war die Zulassung des medizinischen Zentrums für Erwachsene mit Behinderung. Die Zulassung wurde zum 1.4.2019 erteilt. Sie wurde auf drei Jahre befristet. Seit der letzten Sitzung desbvLandesteilhabeausschusses sind weitere Fachkräfte eingestellt worden. Es finden Gespräche mit der Leitung statt zwecks gemeinsamer Raumnutzung. Mitte Juni erfolgen Gespräche mit den Krankenkassen. Es besteht die Hoffnung, dass Ratsuchende noch in diesem Jahr  dort behandelt werden können.

Krankenpflegeausbildung

Berichtet wurde über einen Kooperation des Martins-Club mit der Krankenpflegeausbildung des Klinikum Bremen-Mitte. Die Kooperation zwischen den Institutionen besteht seit 2014. Zehn bis zwölf Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule absolvieren ihr Fremdpraktikum pro Jahr beim Martins-Club. Der Einsatz liegt vor allem im Bereich Wohnen. Nach den Erfahrungen wurden durch das Praktikum viele Berührungsängste abgebaut .Weitere Leistungsanbieter bieten ebenfalls  Praktikumsplätze an. Es wird von guten  Erfahrungen mit den Leistungsanbietern berichtet. Wichtig ist die Anleitung der Schülerinnen und Schüler.

Palliativversorgung von Behinderten

Ein weiteres Thema: Gesundheitliche Versorgungsplanung in der letzten Lebensphase. Seit 2018 besteht die Möglichkeit, dass Palliativ-Beauftragte in Wohnformen der Eingliederungshilfe eingestellt werden. Derzeit bestehen für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und ihren Familien erhebliche Barrieren im Zugang zur Hospiz- und Palliativversorgung. Einzelne Leistungsanbieter haben sich inzwischenauf den Weg gemacht. Über die Versorgung in den letzten Lebensphasen und Palliativmedizin mit Eingliederungshilfe wurde auf ein Merkblatt der Arbeiterwohlfahrt hingewiesen. Eine Palliativ-Beratungalter Menschen findet am25 September 16.30 Uhr durch das Bremer Hospiz im Martins-Club statt. Informationen zum Bundesteilhabegesetz: Für viele anstehende Fragen und eine bessere Übersicht über die Umsetzung wurde ein zentrales Informationsblatt gefordert.

Abschluss der Veranstaltung

Die Veranstaltung schloss mit einem Statement aller Teilnehmer, angeregt von Herrn Dr. Steinbrück, dem Behinderten-Beauftragten des Senats. Ich habe für die Seniorenvertretung auf dien vielen Berührungspunkte mit den Behinderten und aus diesem Grund eine positive Bewertung der Mitarbeit gefunden. Zum anderen habe ich die Situation der Seniorenvertretung durch die Neuwahlen erklärt. Die SeniorenVertretung muss sich erst neu finden: Herr Dr. Steinbrück stellte für den Behindertenbeauftragten klar, dass seine Position nicht durch die Wahlen beeinflusst werden.

Ernst Benthien

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