Begegnungen: Rolf Storm, 74 Jahre alt

Dozent Rolf Storm

(c)Elfie Siegel

Rolf Storm ist Dozent in der Werkstattreihe „Senioren für Senioren“. Sein Thema ist „Die Zukunft der Mobilität“

Er war Jahrzehnte in der Welt unterwegs

Wir kennen uns vom Seniorenstudium an der „Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen“. In der Werkstattreihe „Senioren für Senioren“ können Studierende selbst auf Universitätsniveau Themen anbieten. Rolf Storm hat einen Vortrag zur „Zukunft der Mobilität“ vorbereitet. Über Jahrzehnte hat er Mobilität gelebt. Als Geschäftsführer einer Bremer Außenhandelsfirma mit 1500 Mitarbeitern war er in seinem Berufsleben in 38 Ländern unterwegs.

Ein großes Thema

Es ist eine halbe Stunde vor Beginn seines Vortrags. Die Leinwand zeigt das Thema des Power Point Vortrags. Rolf Storm sitzt etwas aufgeregt vor seinem Laptop. An der Magnetwand hinter ihm hat er aktuelle Zeitungsmeldungen zu dem Thema befestigt. Darunter „VW will in zehn Jahren 22 Millionen E-Autos bauen“ und einen Weserkurier-Bericht über Lufttaxis. Fünf Fachzeitschriften zum Thema liegen aus.  Er empfiehlt ein Dutzend Fachbücher,  aber auch ein populärwissenschaftliches:  Ranga Yogeshwar „Nächste Ausfahrt Zukunft“. 17 Senioren sind gekommen, darunter fünf Frauen.

Wir Alten werden es noch erleben

Rolf Storm legt los: Es geht nicht darum, was unsere Enkel erleben. Sondern es geht um die nächsten zehn Jahre. Das ist wohl noch unsere Zukunft. Jeden Tag passiert etwas Neues zu dem Thema. Es gibt 3,6 Millionen wissenschaftliche Aufsätze und 18 000 wissenschaftliche Bücher. Was man sich 2010 gedacht hat ist schon überholt. Wir befinden uns in einer spannenden Zeit. Was jetzt alles gleichzeitig passiert, hat es so noch nicht gegeben. Die Zukunft der Mobilität ist elektronisch vernetzt und automatisiert.

Eine kleine Auswahl der Projekte

  • Elektronische und autonome U-Bahnen werden in Nürnberg, London, Istanbul und Kopenhagen getestet.
  • Ab 2025 soll es in Deutschland autonome Flugtaxis im Testbetrieb geben.
  • Die Universität Bremen arbeitet an dem Projekt „Gepäckassistent“. Das heißt dass ein elektronisches Gefährt uns mit unserem Gepäck folgt. Auch beim Umsteigen ist es hinter dem Reisenden und hebt sogar den Koffer in den Zug.
  • Audi, BMW und Daimler haben sich zusammengetan und ein Datensystem für die Zukunft des autonomen Fahrens gekauft.

Und ein skurriles Beispiel: Die Japaner haben ein „Brett“ entwickelt. Man nimmt es aus der Tüte, stellt sich darauf und schon fährt es los. Wir brauchen nicht mehr zu laufen.

Rolf Storm sieht die Vorteile

 Die Städte werden leiser werden. Wir sehen ein Video: Elektronischer Straßenverkehr in der chinesischen Stadt Chengdu. Wir hören nichts. Nur die Stimme einer Frau, die beim Überqueren einer Straße in ihr Handy spricht.

 Die Transportkosten werden niedriger. Es wird Einsparungen im LKW-Bereich geben. Es werden weniger Fahrer benötigt.

 Zahl der Unfälle wird reduziert: Fachleute sind sich einig, dass beim automatisierten Fahren weniger Unfälle passieren. Angela Merkel wagt am 9.6.2017 in Buenos Aires sogar die Prognose: In 20 Jahren gilt der Mensch als größtes Unfallrisiko.  Spätestens 2037 wird autonomes Fahren zum Zwang.

 Die Umwelt wird sauberer. In China sei jetzt schon nicht ein Stinker unterwegs. Rolf Storm fragt: Wie viele Jahre brauchen wir noch, bis wir saubere Städte erreicht haben?  Er meint, dass unsere Politik und unsere Gesetzgeber hinter der Entwicklung hinterher hinken.

Rolf Storm hat dieses Thema gepackt. Mein Eindruck ist: Er hat so viel Material, dass es wohl für mehrere Semester reichen würde. Für Interessierte: Rolf Storm kann ein „Handout“ mit mehr als 60 Informationen zur Verfügung stellen.  politics-storm@hotmail.de

Elfie Siegel

  1 comment for “Begegnungen: Rolf Storm, 74 Jahre alt

  1. Wolfgang R. Mueller sagt:

    Lieber Herr Storn,
    Sie nannten uns im Seminar Dr. Ursula Dreyer ein Messgerät zur Sauerstoffbestimmung. Ich habe schon lange so eine watch!
    Habe ich mal im Internet gesehen und gleich bestellt.
    Ich versuche mal ein Foto zu machen.
    Viele Grüße
    Wolfgang Rüdiger Müller

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