40 Jahre SeniorenVertretung in der Stadtgemeinde Bremen

Redner mit Zuhörern

(c)Dirk Mittermeier

Festakt im Haus der Bürgerschaft

Mit 120 Gästen feierte gestern die SeniorenVertretung (SenV) in der Stadtgemeinde Bremen ihr 40jähriges Bestehen. Politiker, Vertreter aus den Parteien der Bremischen Bürgerschaft und Partner aus dem öffentlichen Leben Bremens und Bremerhavens waren ebenso dabei, wie auch viele Delegierte der SenV. „Wer keine alten Leute kennt, verzichtet auf eine Menge Spass“ zitierte der Vorsitzende Dr. Andreas Weichelt den verstorbenen Queen-Sänger Freddy Mercury in seiner Begrüßungsrede. „Niemand hat 1978 geahnt, welche Bedeutung diese Institution bis zum Jahr 2018 erlangen sollte“ so Weichelt weiter. In ihren

Geburtstagstorte

(c)Elke Scharff

Grussworten hoben Hausherr Christian Weber, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, MdBB Jörg Kastendiek und Reinhard Niehaus vom Seniorenbeirat aus Bremerhaven jeder auf seine Weise die Wichtigkeit dieser vom Senat anerkannten Interessenvertretung hervor. „Weitermachen!“ war das einhellige Signal. Frau Sozial-Senatorin und Schirmherrin der SeniorenVertretung Bremen Anja Stahmann überraschte alle mit dem kürzesten und gehaltvollsten Gruß: Ein kurzes Gedicht auf den „Jubilar“ und eine große Marzipantorte: Brauchte es da weitere Worte? (Zur allgemeinen Information: Die Geburtstagstorte hat das anschließende Beisammensein nicht überlebt!).

Musik

Die musikalische Intermezzi, gespielt vom Schulorchester der 8. Klassen der Oberschule Sebaldsbrück mit Schlagzeug und röhrendem Bass, ließen bei den überwiegend gesetzteren Zuhörern rythmisches Mitwippen aufkommen.

Mann am Rednerpult

(c)Dirk Mittermeier

Festrede

Höhepunkt der Veranstaltung war indes eine durchweg frei gehaltene Festrede des Ehrengastes Herrn Bundesminister a.D. Franz Müntefering, der gerade vor Wochenfrist erneut zum Vorsitzenden der BAGSO gewählt worden war. Seine Rede war voll von Informationen zur seniorenpolitischen Vergangenheit, aber besonders auch ein Blick in die seniorenpolitische Zukunft. Wenn es Jugendhilfe mit einer entsprechenden für Kommunen verpflichtenden Gesetzgebung gibt, so Müntefering, wäre es dann nicht überlegenswert, dies auch für die ständig wachsende Gruppe der Seniorinnen und Senioren entsprechend zu installieren? Neben den vielen ernsten seniorenpolitischen Ansätzen in seiner Rede konnten die Zuhörer aber auch etwas mit nachhause nehmen. „Ein gesundes und erfülltes Leben als

Zuhörer

(c)Dirk Mittermeier

Seniorin und Senior sollte sich an den drei „L“ orientieren“ so Müntefering: Das erste „L“ steht für „Laufen“, altersgemäß die körperliche Beweglichkeit stärken, wie und wo jeder es kann. Das zweite „L“ steht für „Lernen“, also geistige Beweglichkeit und der Hinweis: „Bleibt neugierig!“ Und das dritte „L“ ist „Lachen“ und für diesen Teil hatte Franz Müntefering launige Beispiele mitgebracht. Der letzte Programmpunkt  des Festaktes war „Getränke, Gespräche, Schnittchen“, die in hervorragender Qualität und Menge den Nachmittag abrundeten.

Unser Dank gilt dem Haus der Bürgerschaft und seinen Mitarbeiter*innen für die Unterstützung bei der Ausrichtung dieses Festaktes. Zum Abschluss sei versucht ein Bild, das Franz Müntefering uns in seiner Rede geschildert hat noch einmal nachzuzeichnen: Charlie Brown und Snoopy sitzen auf einer Bank und blicken in die Ferne, man sieht sie von hinten. Charlie Brown sagt: „Eines Tages werden wir alle sterben!“ Nach einer Pause sagt Snoopy: „Ja, aber an den anderen Tagen nicht!“

Dr. Dirk Mittermeier

  7 comments for “40 Jahre SeniorenVertretung in der Stadtgemeinde Bremen

  1. Herr Schmidtmann Dirk
    23. November 2018 at 6:54 am

    Ein Rundum gelungener Festakt auf dem alle Ihre Freude hatten.

    • Johanne Thurn
      23. November 2018 at 8:10 am

      Johanne Thurn
      Ich war skeptisch vorher aber beim Festakt von Anfang an begeistert. An 1. Stelle von der Jugendband der Schule Sebaldsbrück. Die Auswahl der Titel passte sehr gut zum Durchschnittsalter der Gäste. Ein besonderes Hihglight war die Rede von Franz Müntefering und seine Empfehlung der drei großen L: Laufen – Lernen- Lachen.
      Das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen…. auf die nächsten 40 Jahre oder besser die nächsten 10: das haben wir besser und klarer im Blick

    • Manfred Sack
      23. November 2018 at 2:53 pm

      Schade, daß es mich so erwischt hat, daß ein Kommen für mich nicht möglich war. Wenn ich das alles lese, kann ich nur eifersüchtig sein, an dieser Veranstaltung nicht teilgenommen zu zu haben. Manfred Sack

  2. Anna Möller
    23. November 2018 at 9:29 am

    Es war ein gelungenes Fest.Die Reden waren launisch mit vielen Lachern Die Gespräche danach waren sehr Konstruktiv.

  3. Elfie Siegel
    23. November 2018 at 9:56 am

    Es war wirklich eine sehr angenehme Atmosphäre. Die ehrenamtliche Arbeit der Seniorinnen und Senioren wurde gewürdigt. Und das ist wichtig. Denn Wertschätzung ist unser einziger Lohn. ….

  4. Ekkehard Grimm
    24. November 2018 at 9:58 pm

    Eine sehr schöne Geburtstagsfeier! Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein konnte. Ein Fest mit einem wunderbaren musikalischen Rahmenprogramm des Schulorchesters der 8. Klassen der Oberschule Sebaldsbrück, mit wichtigen Gästen, guten und beachtlichen Reden. Ich fand es interessant, dass der Festversammlung durch den Festredner Franz Münterfering intressante seniorenpolitische Aspekte vorgetragen wurden. Für mich sehr beachtlich war der in die Zukunft weisende Impuls von Müntefering zur Bildung von „Seniorenausschüssen“, um die Belange der Älteren, analog der Tätigkeit der Jugendhilfeausschüsse, in die jeweils aktuelle politische Debatte staatlichen Handelns einzubringen. Hier müssen wir als SenV nacharbeiten.

  5. Dr.Andreas Weichelt
    25. November 2018 at 8:47 pm

    Eine wunderbare und würdige Geburtstagsfeier.Ichdanke Franz Müntefering.,Christian Weber,Dr.Carsten Sieling.,Anja Stahmann,Reinhard Niehaus,Jörg Kastendiek und Dr.Dirk Mittermeier sowie den Schülern der Oberschule Sebaldsbrück und den Mitarbeiterinnen der Bremischen Bürgerschaft herzlich.Sie haben dieses schöne Event möglich gemacht

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