Lebensqualität älterer Menschen so lange wie möglich erhalten

Stetoskop

(c) Antje Robers

Mit einem sektorübergreifenden Geriatriekonzept soll die Versorgung älterer Menschen im Land Bremen auf neue Herausforderungen eingestellt werden. Insbesondere die vertragsärztliche Versorgung der Kassenärztlichen Vereinigung, die stationäre Versorgung sowie der Bereich Pflege werden umfasst. „Ich freue mich darüber, dass wir ein gemeinsames Konzept haben. Denn der Anteil der älteren Menschen wird immer größer. Sie haben unterschiedliche Erkrankungen. Im Vordergrund steht oft die Frage, wie die Lebensqualität älterer Menschen so lange wie möglich erhalten werden kann. Für viele bedeutet das, ob sie in ihrem Lebensumfeld bleiben können. Diesen Wunsch zu unterstützen, das ist ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik. Damit das gelingt, brauchen wir gemeinsame, übergreifende Lösungen, die über Fach- und Zuständigkeitsgrenzen hinausgehen und die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellen.“ so Frau Senatorin Quante-Brandt bei der Vorstellung des Konzeptes am 15.8.

Schwerpunkte des Konzeptes sind

  • Stärkung der Hausärzte (Sie haben eine Schlüsselfunktion bei der Versorgung und der Beurteilung der Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit. Die Hausärzte haben eine Lotsenfunktion im Stadtteil. Sie sind Anlaufstellen und sollen zukünftig auch noch besser Informationen zu wohnortnahen Gesundheitsangeboten vermitteln können.),
  • Schwerpunktpraxen: Stärkere Vernetzung mit Hausärzten (Schwerpunktpraxen, mit ganzheitlichem Versorgungsansatz und einer systematische Qualitätssicherung, sollen eine aktuell noch bestehende Lücke zwischen den Hausärzten und den Krankenhäusern schliessen. Peter Kurt Josenhans, Direktor Versorgung der AOK Bremen/Bremerhaven: „Dazu gehört ein multiprofessionelles Team, das je nach Einzelfall zusammenarbeitet und sich in der Altersheilkunde auskennt. Die Qualität der Versorgung wird durch definierte Standards, Qualitätszirkel und Fallkonferenzen sichergestellt.“ ),
  • Krankenhäuser auch in der Fort- und Weiterbildung gefordert (Die Krankenhäuser nehmen in der Versorgung der geriatrischen Patienten eine wesentliche Rolle ein, wenn es darum geht nach akuten Krankheitsereignissen Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zu reduzieren.),
  • Ausbau der Beratungsangebote (Es muss sichergestellt werden, dass die älteren Menschen die Unterstützung erhalten, die sie nach ihrem individuellen Gesundheitszustand benötigen. Ein richtiger Schritt ist dabei die Sicherstellung einer unabhängigen psychosozialen und sozialrechtlichen Beratung von geriatrischen Patientinnen und Patienten auch im ambulanten Bereich zum Beispiel an Pflegestützpunkten.),
  • Prävention (Mit dem Präventionsgesetz erhält die Pflegeversicherung einen neuen Auftrag, um künftig auch Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen mit gesundheitsfördernden Angeboten zu erreichen. Mit der Präventionsstrategie sollen die Menschen vor allem besser über wohnortnahe Angebote informiert werden. )

Die Präsidentin der Ärztekammer, Heidrun Gitter: „Das verabschiedete Geriatriekonzept ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir haben uns aber noch ehrgeizige Ziele zur Verbesserung der umfassenden Versorgung und Unterstützung sehr alter Menschen in Ihrer Selbständigkeit vorgenommen. Die zügige Umsetzung der Ziele wird nur gelingen, wenn alle Beteiligten aktiv und in weiterhin guter Zusammenarbeit dazu beitragen.“

Quelle: PM der Senatspressestelle vom 16.8.

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