Der neue Fernbusterminal Bremen

Votragender vor Zuhörern

(c)Dirk Mittermeier

Arbeitskreis BWV den SeniorenVertretung Bremen

Am 7.8 2018 fand sich der Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Verkehr zu einer turnusgemäßen Sitzung zusammen, die trotz der hohen Außentemperaturen von 36°C gut besucht war. Thema der Tagesordnung waren erneut die Zustände der Fernbushaltestellen am Breitenweg und am Hugo-Schauinsland-Platz. Es ist ein zur Zeit unmöglicher Zustand, dass Fahrgäste mit Gepäck auf dem Radweg auf die Busse warten müssen. Die fehlenden Sozialeinrichtungen erschweren noch das Verständnis für die zurückliegenden Fehlplanungen, nachdem der ZOB 2002 seinen Standort vor dem Hauptbahnhof und Überseemuseum verloren hatte. Die SeniorenVertretung Bremen fordert bereits seit 15 Jahren den Neubau eines Fernbusterminals. Als Referenten zum Thema ZOB konnten wir Herrn Jens Deutschendorf gewinnen, Staatsrat in der Behörde des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr. Herr Deutschendorf ging in seinem Referat mit Lichtbildervortrag auf die 2011 erfolgte Liberalisierung des Verkehrs ein, die für den Bus-Fernverkehr einen gewaltigen Aufschwung brachte. Damit wurde der ohnehin schon schlechte Zustand am Breitenweg zusätzlich belastet. Nach mehrjähriger Suche verständigte man sich nun auf den neuen endgültigen Standort an der Bürgermeister-Smidt-Straße zwischen dem ehemaligen Gebäude des Fruchthofs und alten Lagerschuppen. Inzwischen hat die Baudeputation diesen Standort festgelegt. Er wurde zuletzt auch von der SeniorenVertretung Bremen vorgeschlagen. Damit konnten die Verhandlungen mit dem Grundbesitzer aufgenommen werden.

Planungen

Planung für neuen ZOB

(c)Senator für Umwelt, Bau und Verkehr: Vorzugsvariante des Fernbusterminals mit Hotel und Parkhaus

Geplant wird ein überdachtes Terminal mit Parkmöglichkeiten für 9 Fernbusse und 2 weitere Busse mit Anhänger. Geplant sind Sozialeinrichtungen mit Kiosk und Sanitäreinrichtungen. Der jetzige Grundbesitzer (Vermögensgruppe Buhlmann) plant auf dem weiteren Grundstück den Bau eines Parkhauses für 500 Plätze und ein Hotel der 3-4 Sterne-Klasse. Ein Betriebsmodell ist für die Planung in Auftrag gegeben worden Selbstverständlich soll alles einschließlich barrierefrei geplant werden, damit auch behinderte und ältere Menschen als Nutzer für das Terminal gewonnen werden können. Die Anfahrt der Busse soll vom Breitenweg aus über einen neu zu schaffenden Zufahrt zum Gelände und die Abfahrten über die Bürgermeister Smidt-Straße erfolgen. Herr Deutschendorf nannte für die Ausschreibung der Planung September 2018. Mit der Fertigstellung sei frühestens Ende 2020 zu rechnen. Die Errichtung des Fernbusterminals an der genannten Stelle fand die Zustimmung der Versammlung. Sie forderte aber auch eine Straßenbahnhaltestelle in der Bürgermeister Smidt-Straße Höhe Fruchthof und erinnerte noch einmal daran, dass darauf geachtet wird, die Verbindungswege zwischen ZOB und Hauptbahnhof barrierefrei anzulegen, insbesondere was die Pflasterung betrifft.

Ernst Benthien

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