Schlafen kannst Du im Alter genug

Wieder erreichte ein Gedicht die Redaktion, das sich mit der Einstellung zum Leben befasst. Edwin Tholen hat es geschrieben, den vielleicht einige durch seine historischen Nachtwächterrundgänge kennen.

Leben

Leben heißt, Aufgeschichtete Steine. Im Hintergrund das blaue Meer

(c) v. Hacht

Die Menschen die auf der Erde leben
sind nicht nur geboren um sich hervor zu heben.
Auch wen sie meinen, ohne sie läuft nicht viel, sind sie doch nur Teile in einem Spiel.
Ganz kleine Rädchen in einer großen Maschine Ein ganz kleiner Tropfen in einer riesen Latrine.

Leben heißt nicht: arbeiten, schlafen,
und ganz bestimmt nicht stöhnen und klagen.
Auch heißt es nicht, nur an sich zu denken, Anderen keinen Gedanken schenken.
Unaufmerksam in die Welt zu schauen,
darauf können wir Menschen nicht bauen.

Leben heißt auch nicht: die Gesundheit missachten durch zuviel Stress, wenig Ruhen und Rasten
Schnelligkeit ist eigentlich nicht das Ziel, man wird dann oberflächlich, vergisst zu viel.
Der Erste zu sein ist nicht immer wichtig, meistens macht es der Zweite dann richtig.

Leben heißt: essen und trinken,
nicht in Trübsal zu versinken.
Mit Freunden gemütlich beisammen sein,
Bier zu trinken, oder Schnaps oder Wein,
Leben, heißt: Schweinebraten essen, Klöße und Rotkohl nicht zu vergessen.

Leben heißt: einen Menschen zu lieben,
Ruhe zu finden, Ausgleich und Frieden.
Sich nur mit Menschen zu umgeben,
die genauso wie du verstehen zu leben.
Das zu tun, was einem gut tut, denn schlafen kannst Du im Alter genug.

Edwin Tholen

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