Rentenansprüche für pflegende Angehörige verbessern

Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. unterstützt die Forderung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) und fordert eine Erhöhung der Rentenansprüche für pflegende Angehörige. Dazu erklärt die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller:

Rentenansprüche für pflegende Angehörige, Zwei Hände halten eine andere Hand

frauenseiten. © robers

„Wir unterstützen den Vorstoß des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) und fordern die Bundesregierung auf, Menschen, die häusliche Pflege leisten, finanziell zu stärken. Die Versorgung Pflegebedürftiger im familiären Umfeld bedeutet nicht selten einen immensen Kraftakt für alle Beteiligten. Angesichts der Tatsache, dass der überwiegende Teil der etwa 2,9 Millionen Pflegebedürftigen daheim versorgt wird (2,1 Millionen), ist es dringend erforderlich, diese gesellschaftspolitisch unverzichtbare Leistung auch rentenrechtlich besser abzubilden.

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Menschen, die auf Einkommen und Karriere zugunsten der Pflege ihrer Angehörigen verzichten, besitzen unserer Meinung nach ein Kompensationsrecht, das sich auch in höheren Rentenansprüchen für geleistete Pflegezeiten abbilden sollte. Die im Juli 2017 eingeführten Regelungen im SGB XI (Paragraf 44: Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegepersonen) weisen in die richtige Richtung und tragen zur gesellschaftlichen Sensibilisierung für das Thema privater Pflegeleistungen bei. Es wäre nun an der Zeit, auch den Finanzrahmen rentenrechtlich neu abzustecken und denjenigen finanziell entgegenzukommen, die mit ihrem Pflegeeinsatz eine wertvolle gesellschaftliche Arbeit leisten.“

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