So ändern sich die Gewohnheiten

Oma

Fotos, Übertragen von Bildern, Kamera mit Finger auf dem Auslöser

(c) A. Robers

Oma K. besaß ein großes, grünes Fotoalbum. Dieses Album war mit schwarzen Kartonseiten im Inneren und als Zwischenpapier ganz dünnem Seidenpapier mit Spinnenmuster ausgestattet. In den Wintermonaten, wenn in der Landwirtschaft nicht so viel zu tun war, saßen Oma K. und ihre Enkelin Gaby oft neben dem warmen, braunen Kachelofen, und besahen sich die schwarz-weiß Fotos, zu denen Oma K. die tollsten Geschichten erzählte.

Mutter

Mutter Erika hatte viele Fotoalben. Kleine, große, oder gefächerte Aufbewahrungsklappen für die vielen bunten Bilder. Manche Fotos waren auch nur in kleinen Kartons, die im Schlafzimmer gestapelt wurden. Immer wenn Erikas Tochter Gaby Zeit hatte, diese Zeitdokumente mit ihrer Mutter zu betrachten, spürte beide eine ganz besonders innige Verbindung zu den Personen und Ereignissen, die dort abgebildet waren.

Kind

Gaby hat keinen Fotoapparat mehr. Ihre Fotos macht sie mit ihrem Smartphone. Ausdrucke gibt es nur noch selten, etwa als Geschenk für jemanden. Archiviert werden die Fotos auf einem USB-Stick. Angesehen werden die Fotos direkt auf dem Smartphone oder am Computer. Dadurch hat sie viel mehr Platz in ihrer Wohnung, als ihre Mutter und Oma. Die alten Fotos von der Oma und der Mutter hat sie ebenfalls auf einem USB-Stick gespeichert.

Sophie Mory

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