Summertime

Hinweis auf Zeitumstellung im Fersehprogrammheft

(c)Dirk Mittermeier

Draußen weht ein eisiger Wind, der Wetterbericht kündigt Schneefall an, auf der Autobahn begegnet man Autos mit Langlaufskiern auf dem Dach und einem Schlitten im Rückraum. Genau der richtige Zeitpunkt, die Uhr auf „Sommerzeit“ umzustellen. In „Porgy and Bess“ heisst es: „Summertime, and the livin´ is easy“, wobei „easy“ hier wohl nicht mit „leicht“ übersetzt werden sollte, sondern dem Sinn nach mit „unbeschwert“. Aber wie beschwert das in jedem Jahr abläuft, erkennen wir an der jedes Jahr gestellten Reporterfrage: „Stellt man die Uhr im März vor oder zurück?“ Für beide Möglichkeiten finden sich bei den interviewten Passanten auf der Straße Anhänger. Am deutlichsten wird die richtige Antwort im Fernseh-Programmheft: Am Sonntag um zwei Uhr nachts ist es dann bereits drei Uhr nachts! Oder als Eselsbrücke: Im Frühjahr stellt man die Gartenstühle vor das Haus, im Herbst stellt man sie wieder zurück in den Keller. Wo ist bei den Menschen der Knopf am Kopf zum Umstellen?

Haushaltgeräte auf Sommerzeit

Armatur eines Elektroherdes

(c)Dirk Mittermeier

Haushaltsgeräte verhalten sich -je nach dem Jahr ihrer Herstellung- unterschiedlich. Mein Elektroherd in der Küche will zum Stichtag manuell umgestellt werden. Das ist mir schon einmal gelungen. Stuhl vor den Herd, dreimal die Gebrauchanweisung durchgelesen und versucht zu verstehen, verschiedene Knöpfe gedrückt, erneut versucht, zu lange Pause dazwischen gemacht, Display springt wieder in die alte Anzeige zurück, von vorne beginnen. Das ist langwierig. Jetzt hatte der Herd uns die Sommerzeit auch während des Winter angezeigt („… es ist jetzt 17Uhr 15 Minuten plus 60 Minuten!“). Aber ohne den geringsten Aufwand ist er seit letzter Woche wieder auf dem aktuellen Stand. Man muss nur geduldig sein!

Koffer zur Sommerzeit

Verschluss eines Koffers

(c)Dirk Mittermeier

Apropos individuelle Einstellungen: Ein neuer Koffer musste für die anstehende Reise angeschafft werden. Neuere Exemplare besitzen am Verschluss eine Vorrichtung für einen Zahlencode (meist dreistellig) und einen Knopf mit einem kleinen Schloss, für das der Käufer keinen Schlüssel erhält. Das sogenannte „TSA-Schloss“ (Travel Sentry Approved“) ist eine spezielle Form eines Verschlusses, mit dem Gepäckstücke gesichert werden. Diese Schlösser wurden im Zuge der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im internationalen Reiseverkehr (vornehmlich in und aus den USA) entwickelt. Sie sind vom Kofferbesitzer nicht zu öffnen, umgehen jedoch bei Kontrollen (Zoll, etc.) und Verwendung eines Generalschlüssels die individuell eingestellte Zahlenkombination. Also gehört zu einer Reisevorbereitung auch das Einstellen eines individuellen Codes zum Verschließen des Koffers. Anleistung mit Bildern liegt dabei. Fertig: Zahlen verstellt, Code wieder eingestellt und auf den Öffnungsknopf gedrückt, der „Sesam“ öffnet sich nicht, erneut probiert, nichts! Zum Glück gibt es den Samstag vor Ostern mit geöffneten Geschäften. Also ins Kaufhaus mit dem leeren verschlossenen Koffer. Schon auf halbem Wege fragt ein freundlicher Helfer dort nach meinen Problemen: Kurz geschildert und die Antwort ist einfach: „Sie müssen nicht auf den Knopf drücken, sondern ihn zur Mitte schieben!“ Peinlich! Weder ein Hochschulstudium, noch ein akademischer Titel schützen vor einer gewissen Alltagsdummheit!

Helfer

Ansonsten: Wenn Sie nicht zurecht kommen, fragen Sie doch einfach die elektronischen Helfer „Alexa“, „Siri“, „Echo“ oder andere elektronische Mitbewohner, sofern Sie sich so etwas ins Haus holen mögen. Oder fragen Sie einfach in Ihrem Lieblingskaufhaus nach!

Dr. Dirk Mittermeier

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