Auch Klischees haben ihre Zeit

Es hat alles seine Zeit, so auch Klischees. Man hatte durch sie einen Rahmen, an dem man sich festhalten konnte, es vereinfachte, half. Sie prägten sich ein und so bediente man sich ihrer oft auch, nicht hinterfragt.

Klischees, Wecker auf einem Buch

(c) Bettina Stiller

Die Zeitgeschichte jedoch geht weiter und mit ihr verändern sich die Menschen. Irgendwie drückt das Individuum sich in den Vordergrund und das hat dann Klischees gar nicht gerne, es möchte auf seine eigene Art agieren, reagieren, einfach gestalten und leben. Man merkt es schon an den kleinen Kindern. Sie sind früher wacher und auch nicht so einfach mit Klischees zu bedienen. Eltern und Erzieher können ein Lied davon singen.

Nicht einfacher aber interessanter

So hat eben alles seine Zeit und das ist auch gut so. Jetzt heißt es einfach, gar keine vorgefertigte Form zu benutzen, seine eigene wenn irgend möglich hervorzubringen und dann dazuzusetzen. Das macht alles nun nicht einfacher, aber eben auch vielfältiger und vor allem interessanter.

Es bleiben immer noch lange genug Klischees in einem hängen und wollen nicht so schnell in Rente gehen. Oft helfen sie ja auch immer noch. Also mit Klischees – aber nicht mehr sooft – und mehr mit neuen Ideen und vor allem ganz eigenen auf in den Tag! Und mal sehen, ob wir alle nicht doch etwas ändern können. Packen wir eben Klischees ins Haus der Geschichte, damit wir sehen können, wie die Zeit weitergeht und sich nach und nach Altes ablöst, Neues wirksam werden möchte.

Elisabeth Kriechel

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