Schlechte Noten für die UPD in Bremen

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wird von allen gesetzlichen Krankenkassen in der BRD finanziert. Nach einer Ausschreibung im Jahr 2015 fand zum

Unabhängige Patientenberatung Deutschland, Person am Telefon

(c) Anziferow, frauenseiten

01.01.2016 ein Betreiberwechsel statt. Die UPD wird seitdem statt von der Verbraucherzentrale, dem VdK und der Vereinigung unabhängiger Patientinnenstellen bis zum Jahr 2022 von der Firma Sanvartis geführt. Die Entscheidung für die Trägerschaft dieses Callcenter-Dienstleisters war von verschiedensten Seiten mit starker Kritik begleitet.Was ist bis jetzt daraus geworden?

Die Bilanz der Gesundheitssenatorin fällt nicht positiv aus!

Das UPD Beratungsbüro für das Stadtgebiet Bremen befindet sich im Hochparterre des Hauses Hollerallee 8. Ein barrierefreier Zugang ist gegeben. In Bremerhaven findet einmal im Quartal eine mobile Beratung in einem „UPD-Mobil“ statt, aber nicht im Winter-Quartal IV/2016. Eine persönliche Beratung konnte erst seit 01.04.2016 in Anspruch genommen werden.
Bis März 2017 wurden im Bundesland Bremen unter der neuen Trägerschaft 91 % der Beratungen telefonisch durchgeführt, 7 % der Beratungen waren persönliche Beratungen. Im Vergleich zu den Beratungszahlen der Unabhängigen Patientenberatungsstelle Bremen (UPB)

2014 ist die Gesamtzahl der Beratungen um 74% zurückgegangen. Von diesem reduzierten Beratungsvolumen ist der wesentliche Anteil von 91% telefonisch erfolgt, bei der viermal höheren Zahl an Beratungen der UPB waren es 77% telefonische Beratungen im Jahr 2014.
Die quantitative Bewertung fällt dramatisch negativ aus. Die Bremer SenV fordert, umgehend eine qualitative Beurteilung der Beratungsleistungen vorzunehmen und dann die notwendigen Konsequenzen zu ergreifen.

Dr. Dirk Mittermeier

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