Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum

Im Luther-Jahr 2017 wird der Reformationstag zum 500-Jahr-Jubliläum gefeiert. Die Initiative „ Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ hat eine besondere Verbindung zu Martin Luther und seinem geistigen Erbe.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, lautet ein berühmtes Zitat von Martin Luther, das die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ entliehen hat. Gemeinnützig zu vererben ist eine Grundhaltung, für die die Initiative gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen in Deutschland eintritt. Jeder Mensch hat persönliche Werte und Wünsche, wie Menschen in Not zu helfen oder die Umwelt zu erhalten. Diese Anliegen können mit einem Testament, das auch gemeinnützige Zwecke bedenkt, ganz direkt weitergegeben werden.

Testament mit Rose

(c) Seniorenlotse / Bettina Stiller

Berühmte Vorbilder haben gemeinnützig vererbt

Im Luther-Jahr feiern evangelische Christen den Beginn der kirchlichen Erneuerung durch Martin Luther einmal mehr. Der Reformationstag am 31. Oktober ist in diesem Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes. Auch Martin Luther (1483 – 1546) hat ein für die damalige Zeit revolutionäres Testament hinterlassen. Seine Schriften waren und sind für die Nachwelt Richtungsweisend. Gemeinnütziges Vererben ist generell kein neues Phänomen. Das gab es zu jeder Zeit und in allen Kulturen, etwa schon im alten Ägypten oder im antiken Griechenland. Der Philosoph Platon hat sein Vermögen an seine Akademie vererbt. Viele Jahrhunderte später verfügte Alfred Nobel 1895 die Gründung der Stiftung, die bis heute den renommierten Nobel-Preis verleiht.

Eine aktuelle GfK-Studie (GfK-Nürnberg, Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V.) hat ergeben, dass sich 14 Prozent der Deutschen eine Testamentsspende vorstellen können. Gemeinnützig zu vererben ist eine Grundhaltung, für die die Initiative gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen in Deutschland eintritt. Jeder Mensch hat persönliche Werte und Wünsche, wie Menschen in Not zu helfen oder die Umwelt zu erhalten. Diese Anliegen können mit einem Testament, das auch gemeinnützige Zwecke bedenkt, ganz direkt weitergegeben werden.

Mein Erbe tut Gutes, Schneebedeckter Baum

(c) v. Hacht

Die eigenen Werte weiterleben lassen

„Mit einem Testament für den guten Zweck kann man etwas Bleibendes schaffen, das immer wieder Früchte trägt“, sagt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „ Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“. 3,1 Billionen Euro werden in Deutschland bis 2024 weitergegeben, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer Studie. „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten, sondern auch darüber, künftigen Generationen ein Geschenk zu machen und so in Erinnerung zu bleiben“, sagt Susanne Anger.

Aus diesem Grund haben sich 23 gemeinnützige Organisationen und Stiftungen zur Initiative „ Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“.

  1 comment for “Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum

  1. Marie Rademann
    6. November 2017 at 11:45 am

    Meine Freundin tut jetzt schon etwas Gutes: Sie bezahlt von ihrer Mütterrente den Eintritt für Kinder und Jugendliche in einem Museum. Und sie hofft, dass sich ihre Kinder freuen, wenn sie ihnen eines Tages etwas vererbt. Ihre eigenen Werte hat sie an ihre Kinder weitergegeben.
    Marie

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