Das Tempo im Ruhestand heißt: gemach!

Tempo im Ruhestand, Hände auf der Tastatur

(c) Gerd Feller

Tempo! Tempo! Wie es eben so im Berufsleben ist: Alles muss schnell gehen. Und der geduldigste Mensch bin ich nun wirklich nicht.

Nachdem ich vor einem Jahr in den Vorruhestand wechselte, habe ich mir bald einige zusätzliche freiwillige Tätigkeiten gesucht, so auch als Redaktionsmitglied beim Seniorenlotsen. Also, hier noch schnell ein Portrait geschrieben, da einen Termin vereinbart und der PC muss auch noch das Update erhalten.

Vor kurzem übernahm ich dann noch eine Mammutaufgabe in einem anderen Projekt: Fast 70.000 Fotos sollen archiviert und in eine Datenbank überführt werden. Und ich merkte: Halt! Denn diese Aufgaben sind zwar eine große Chance, aber eben kein Muss mehr. Und wenn mir etwas nicht richtig gefällt, oder ich keine Lust zu einer Arbeit habe kann ich ruhig einmal „nein“ sagen – oder es wird eben etwas später fertig. Ich kann selbst bestimmen, was ich machen möchte – und mit welchem Tempo. Und das Tempo im Ruhestand heißt: gemach.

Herrlich – aber ungewohnt!

Abendrot mit Wolkenformation

(c) Heiner Brünnjes

Ich kann mir Zeit lassen – oder, wenn ich es möchte, flott arbeiten – solange es mir dabei gut geht. Als ich zum Beispiel gestern bei einer Arbeitspause aus den Fenster blickte, sah ich herrliche Wolkenbilder am Himmel. Es wäre schade gewesen, sie nicht anzuschauen. Ich ging auf den Balkon, beobachtete den Himmel und genoss das ruhige Bild. Und so sind auch einige der Fotos entstanden, die wir Ihnen in einer kleinen Reihe auf dem Seniorenlotsen zeigen.

Haben Sie auch erlebt, dass man sich nach dem Berufsleben erst einmal an die neue Geschwindigkeit gewöhnen muss? So, jetzt muss ich aber Schluss mit dem Schreiben machen, das Fotoarchiv wartet – und ist auch morgen sicher noch an seinem Platz.

Heiner Brünjes

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