Barrierefreie Haushaltsgeräte sind nötig

Waschmaschinenklappe

(c) Antje Robers

Neue Publikationen zeigen Handlungsbedarf auf. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) präsentierten vor einigen Monaten zwei Publikationen zum Thema „Barrierefreie Haushalts- und Unterhaltungselektronik“. Sie wiesen darin auf wichtige, nun anstehende Schritte hin.

Bei Geräten wie Waschmaschine, Radio und Backofen sind Sensortasten und Touchscreens auf dem Vormarsch. Der technische Fortschritt hat jedoch seine Schattenseiten. Immer mehr Geräte der Haushalts- und Unterhaltungselektronik sind für blinde und sehbehinderte Menschen nicht bedienbar.

Barrierefreie Haushaltsgeräte, Radiofront

(c) barckhausen

Anforderungspapier als erster Schritt

Der DBSV und die BAGSO haben deshalb auf der IFA 2016 eine Sonderausstellung zum Thema „Nutzbarkeit und Barrierefreiheit von Haushalts- und Unterhaltungselektronik“ veranstaltet. Zu den zahlreichen Besuchern zählten Brigitte Zypries, damals Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering.

Der Abschlussbericht „Barrierefreie Haushalts- und Unterhaltungselektronik. Übersicht, Hintergrund und Ausblick“ (DIN A5, 32 Seiten) erläutert nun neue und wesentliche Fragestellungen, die sich im Rahmen der IFA-Präsenz eröffneten. Die Broschüre ist gedruckt in Deutsch erschienen und in Deutsch und Englisch als „barrierefreie“ PDF-Datei auf der Seite des DBSV downloadbar. Das Anforderungspapier „Barrierefreie Haushalts- und Unterhaltungselektronik“ vereint einen deutschen und einen englischen Text in einer Publikation.

„Die Messepräsenz auf der IFA 2016 war ein erfolgreicher erster Schritt, um Wirtschaft und Handel für die spezifischen Belange der Zielgruppe der blinden und sehbehinderten Verbraucher zu sensibilisieren. Die wichtige Auseinandersetzung mit der Frage der Barrierefreiheit von Haushalts- und Unterhaltungselektronik muss also unbedingt fortgesetzt werden“, stellt DBSV-Präsidentin Renate Reymann fest.

(Quelle: PM BAGSO, 5/2017 Bonn)

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