Fuffziger Jahre – aus Chaos wurde wieder Ordnung

Welch ein Schlüsselwort: Darin liegt auch irgendwie „Fiffiges“, vom Geldschein bis zum gerade „Fünfzig-Gewordenen“, auch den „Fuffziger-Jahren“ eben nach 1950.

Mut zum Aufbruch

Fuffziger Jahre, Zerstörtes Haus

(c) frauenseiten.bremen, Robers

Im Rückblick kann ich als voll Dabeigewesene sagen, da lag wirklich alles darin. Es wurde angegangen mit dem Mut zu Aufbruch und Neuem. Wie das aber so ist, es kennt jeder, man hat es noch so gut vor und es schleichen sich gleich diese auch negativen Einschlüsse dazu. Anscheinend lernt es sich doch nicht so schnell, das zeigt deutlich die Gegenwart.
Nun gut, sie waren, diese “ Fuffziger Jahre “, ausgefüllt eben mit dem, was wir in sie hineinsetzten. Gerade noch können wir in die Jahre gekommenen darüber berichten, dann schaut die Geschichte drauf.

Ideen und Fingerfertigkeit spielten eine Rolle

Nähmaschine

(c) Pauline Lis

Jede Zeit hat für die darin Steckenden auch Typisches. Was alles fiel uns ein, um uns wieder schick zu kleiden, wie freuten wir uns auf Feste wie Kirmes und Betriebsfeiern, Tanzveranstaltungen. Für einen Fuffziger bekamen wir auch mehr als heute. Was alles brachte ich mit einem zustande. Man setzte sich an die Nähmaschine und bald entstand neue Bekleidung, oder man kaufte Garn und strickte oder häkelte selber, Unikate der unterschiedlichsten Art entstanden. Ideen und Fingerfertigkeit spielten eine Rolle. Schön war auch, zu sehen, wie aus Chaos wieder langsam Ordnung wurde.

Keine Zeit für dumme Gedanken

Euromünzen und Scheine

(c) A. Robers

Viel Zeit, um auf dumme Gedanken zu kommen, sammelte sich gar nicht an.  Abends fiel man echt geschafft auf sein bescheidenes Lager. Zuviel Lob will ich jedoch auch nicht ausschütten, denn einem „Falschen Fuffziger“ zu begegnen, war ehrlich gesagt, auch möglich. Es ist immer alles drin. Das Ringen, um echt und gut zu werden, wird einem nie abgenommen.

Ja, ich habe auch bei einer ausgelassenen Feier erlebt, wie ein Angeber wirklich seine Zigarette mit einem echten „Fuffi“ angezündet hat. Er wollte uns allen zeigen, daß es schon wieder Neureiche gab. Ja, jedes Jahrhundert hat einmal seine Fuffziger Jahre, jedes Menschenleben, wenn es Glück hat, und auch jeder „Fuffi“ wird von seinem Besitzer jeweils anders gehandhabt.

Möge 2050 friedvoll werden, dann können alle und kann alles sich entfalten.

Elisabeth Kriechel

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