Sozialwahl 2017: Roten Umschlag jetzt absenden!

Sozialwahl 2017 Wählen Sie! Wahlprüfsteine zum Thema Gesundheit, Hand mit Stift macht Kreuz

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Jede dritte Bremerin und jeder dritte Bremer hat Wahlunterlagen von einer Ersatzkasse oder der Rentenversicherung erhalten. Spätestens jetzt, nämlich vor dem 31. Mai 2017 sollte der Rote Umschlag abgeschickt werden!

Viele Bremerinnen und Bremer haben in diesem Jahr zwei Mal die Wahl. Neben der Bundestagswahl steht auch die Sozialwahl an. Stimmberechtigt sind alle Versicherten und Rentner der Deutschen Rentenversicherung Bund sowie die rund 196.000 wahlberechtigten Mitglieder der Ersatzkassen BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH und hkk. Damit ist die Sozialwahl, mit bundesweit gut 51 Millionen Wahlberechtigten, nach der Bundestags- und Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland

In der Post für die Wahlberechtigten sind die Wahlunterlagen und ein roter Briefumschlag für die portofreie Rücksendung. Spätestens am 31. Mai 2017 muss der rote Umschlag beim Sozialversicherungsträger (der jeweiligen Ersatzkasse und der Deutschen Rentenversicherung Bund) eingegangen sein.

Sozialwahl 2017: Ein wichtiger Teil unseres demokratischen Systems

Haushaltsbefragung Beispielstatistik

(c) frauenseiten, A. Robers

Mit ihrer Stimme entscheiden die Versicherten darüber, wie sich die Parlamente zusammensetzen, in denen ihre Interessen vertreten werden. Bei den Ersatzkassen sind es die Verwaltungsräte, bei der Rentenversicherung die Vertreterversammlungen. Die Verwaltungsräte der Ersatzkassen entscheiden unter anderem über den Haushalt, über Fusionen und den Leistungsumfang einer Kasse – zum Beispiel über Bonusprogramme, Wahltarife oder besondere Versorgungsformen. Aber auch Anträge auf besondere medizinische Leistungen, oder Gegeneinschätzungen zur Kostenübernahme durch die Kasse, die in den Widerspruchsausschuss kommen, werden von den Selbstverwaltern behandelt.

Das Modell der sozialen Selbstverwaltung in Deutschland unterscheidet sich grundlegend von Ländern mit rein staatlichen oder privatwirtschaftlich organisierten Sozialversicherungssystemen. Nach dem Motto: Wer die Beiträge zahlt, soll auch mitentscheiden, hat der Gesetzgeber die Selbstverwaltung als festen Teil der Demokratie in der Bundesrepublik verankert.

Zur Wahl stehen bei der Sozialwahl keine Einzelpersonen, sondern Listen, die beispielsweise von Arbeitgebervereinigungen, Gewerkschaften oder Versichertengemeinschaften aufgestellt werden. Wer noch nicht gewählt hat, kann sich über die Mitgliederzeitschriften und auf den Internetseiten seiner Ersatzkasse oder unter www.sozialwahl.de informieren.

Übrigens: Die Mitglieder der BARMER haben jetzt noch keine Wahlunterlagen erhalten. Sie wählen wegen der zum Jahresbeginn erfolgten Fusion mit der Deutschen BKK erst im Herbst.

  3 comments for “Sozialwahl 2017: Roten Umschlag jetzt absenden!

  1. Dorothee
    28. Mai 2017 at 8:58 pm

    Ich werde nicht wählen, weil ich mich durch keine Person auf den Listen vertreten fühle. Wieso kann meine Krankenkasse (DAK) nicht allein entscheiden, wie sie ihre Mitglieder betreut? Soziale Selbstverwaltung ist in diesem Fall besser? Das bezweifle ich, und ich möchte gern wissen, was allein diese Wahl kostet und wer davon profitiert? Marie Rademann

  2. Klaus
    29. Mai 2017 at 1:53 pm

    Hallo, Dorothee, ich lobe mir unser demokratisches System….auch wenn es zuweilen anstrengend ist. Und: Demokratie kostet Zeit und auch Geld. …. Aber der Termin ist jetzt sowieso vorbei.

    • Dorothee
      31. Mai 2017 at 12:02 pm

      Wieso muss demokratisch entschieden werden, wie meine Krankheit behandelt wird? Dazu ein Beispiel: Wem habe ich es zu verdanken, dass der Apotheker mir nicht mehr ein Medikament verkaufen darf, das mir der Arzt verordnet hat? Ich bekomme nur das billigste. Einverstanden, aber wieso passiert es dann, dass der Wirkstoff in dem billigen Medikament einen anderen Namen hat, so dass ich gar nicht vergleichen kann?! Diese Fragen würde ich gern meiner Krankenkasse stellen, doch die wird mir wahrscheinlich antworten: Fragen Sie Ihr gewählten Vertreter. Wir sind nicht verantwortlich“.

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