Haustiere – Tiere im Hause ?

Gelbes Küken

(c) privat KBU

Wie glücklich fühle ich mich auch noch heute, dass ich als Kind in bäuerlichem Umfeld zeitweise aufwachsen konnte. Der Krieg hat dem dann ein Ende bereitet.

Was jedoch blieb, sind meine Erfahrungen und Erinnerungen mit damals mehr Hoftieren. Sie hatten es gut, viel Freiraum und von Menschen betreut, die sie als Mitgeschöpfe betrachteten und entsprechend liebevoll behandelten.

Ich hatte so meine Lieblinge und das ist bis heute so:

Kleine Kücken, kleine Gänslein, kleine Entenkinder und dazu die jungen Lämmer. Wie vernarrt war ich in sie und übernahm voller Freude mir übertragene bescheidene Aufgaben. Irgendwie hatte ich es mehr mit dem Federvieh, auch die Vogelwelt konnte mich sowas von begeistern. Ich lauschte ihrem Gesang mit Wonne.

Tiere im Hause, Getigerte Katze nah

(c)priv. Renée Bernhard

Irgendwann schnappte ich auf, daß eine Katze einen kleinen Vogel getötet hätte. Sowas kann sich festsetzen. Jedenfalls entwickelte sich zu ihnen und auch zu Hunden mehr Distanz. Sie hatten auf den Höfen auch ihre Aufgaben und kamen gar nicht so ins Haus. Die Katze war mit dem Mäusejagen voll beschäftigt und der Hofhund hielt Wache, schlug an, wenn sich irgendetwas Ungewohntes dem Anwesen näherte. Seine Hütte war sein Rückzugsort. Die Katzen streiften durch Ställe und Scheunen. Wenn ich so darüber schreibe, leuchtet mir auf, sie begleiteten die Landleute als echte kleine Mitarbeiter, irgendwie auch ein schönes und freies Tierleben, geachtet, geliebt und auch jeweils gut versorgt. So scheute ich mich durch diese Erfahrung auch, Tiere im Hause, will sagen, in der Wohnung zu halten.

Wie auch immer, sie sind unsere Mitgeschöpfe und ich freue mich so sehr, wenn sie es gut antreffen. Viel Leid wird heute unseren Tieren auch angetan.

Elisabeth Kriechel

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