Gerüchte um die Schließung des Postamts Lilienthaler Heerstraße

In der Woche vor Heiligabend fand in unserem Wohnquartier an der Franklinstraße im Leherfeld ein vorweihnachtliches Glühweintrinken der Nachbarn statt. Dieses Treffen wird von jüngeren Familien dankenswerterweise schon seit mehreren Jahren arrangiert. Dabei diskutieren Jung und Alt selbstverständlich auch Neuigkeiten aus dem Stadtteil. Ein Thema war die abnehmende Versorgungsinfrastruktur im Leherfeld, zum Beispiel die Schließung der Sparkasse im mittleren und einer Bäckerei im nördlichen Teil der Kopernikusstraße. Überrascht wurde ich durch die Mitteilung eines Nachbarn, dass man auch die Schließung oder zumindest eine Reduzierung der Geschäftsbereiche des Postamts an der Lilienthaler Heerstraße plane.

Wenig später habe ich dann im Postamt nachgefragt, was an der Meldung dran sei. Die Reaktion des Personals war umwerfend. Empört wurde die Meldung dementiert, aber gleichzeitig relativiert durch die Bemerkung, die Angestellten würden sowieso über einen solchen Schritt erst zuletzt informiert. Ganz auszuschließen ist er dann wohl nicht.

Wir haben in der Nähe des jetzigen Postamts bereits ein Schreibwarengeschäft, das als Postfiliale fungiert. Was würde es denn bedeuten, wenn das offizielle Postamt nun seine Pforten schlösse? Ich erhielt die Auskunft, dass die Poststellen in Einzelhandelsgeschäften meistens nur bestimmte Postgeschäftsleistungen anbieten. In unserer Poststelle könnten zum Beispiel keine Postbankgeschäfte oder Nachnahmen abgewickelt werden. Die Einrichtung von Postfächern entfällt und ebenso die Annahme von Auslandspaketen und sperrigen Versandstücken. Wer also dazu eine andere Filiale in Anspruch nehmen muss, kommt um mehrere Kilometer längere Wege nicht herum. Auch in diesem Fall wären die alten Menschen im Wohnquartier von einer Postamtsschließung besonders betroffen.

Gerd Feller

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