Mit Martin Luther durch das Jahr 2017

Buch mit Lesebrille

In diesem kleinen Buch steht manches, was Martin Luther gesagt hat. (c)hhs

In diesem Jahr erinnern wir daran, dass vor 500 Jahren die Reformation begann. Martin Luther verschickte im Oktober 1517 an die zuständigen Bischöfe seine 95 Thesen zur Ablassfrage und setzte damit eine öffentliche Auseinandersetzung in Gang, die schließlich zur Spaltung der Kirche führte. Doch ich verbinde noch mehr mit seinem Namen: Martin Luther hat sich in mein ganzes Leben eingemischt! Er war es nämlich, der vor 500 Jahren festlegte, wie  Protestanten leben sollen, und weil  meine Vorfahren  seiner Lehre folgten, bin ich auch mit seinen Leitbildern aufgewachsen:

Protestanten sollen fleißig sein. Bin ich, wenn ich im Garten arbeite. Wir sollen sparsam sein. Bin ich, wenn ich wieder einmal mit einem Sonderangebot nach Hause komme.  Wir sollen uns bilden. Mache ich. Bücher dazu stehen im Schrank und Google kenne ich auch. Luther liebte die Musik. Ich bin ihr zugetan, denn ich besuche Oper und Konzert für mein Leben gern.

Sonst noch was? Ein paar Luther-Zitate fehlen noch. Aber woher nehmen?

Ich habe vor ein paar Jahren das kleine Reclam-Buch „Luther zum Vergnügen“ in einer Buchhandlung gefunden, und es ist zum freundlichen Begleiter für mich geworden. Diese Zitate über Frauen habe ich darin gefunden:

Bei der Frau finden sich viele gute Eigenschaften zugleich: der Segen des Herrn, Nachkommen, die Vertrautheit mit den Dingen, welche alle so groß sind, dass sie einen Menschen erdrücken könnten…

Es ist kein Rock, der einer Frau oder Jungfrau so übel ansteht, als wenn sie klug sein will.

Wieso beschäftige ich mich eigentlich mit diesem Mann? – – Weil es diese Sorte Mann immer noch gibt und weil sie immer noch von Frauen geliebt werden.

Hier mache ich erst einmal Schluss. Mit diesem Zitat:

Man dient Gott auch durch Nichtstun, ja durch nichts mehr als durch Nichtstun.

Haben Sie in diesem Punkt wirklich Recht, Herr Luther?

Kleine Brise

  6 comments for “Mit Martin Luther durch das Jahr 2017

  1. Lilo Herzog
    5. Februar 2017 at 2:02 pm

    Ich war zur Eröffnungsfeier des Lutherjahres 2o16 in Wittenberg. Es war alles sehr
    interessant, jahrhundertelang hat die Kirche die Menschen erpresst, wenn du Geld hast,kommst du in den Himmel, wenn du kein Geld hast kommst du in die Hölle.
    Gegen diesen Ablaß hat Luther erfolgreich gekämpft, aber er hat auch gegen
    Juden und auch gegen Frauen gestänkert. Wir sollten ihn deshalb nach 5oo Jahren
    nicht wie ein Popstar verehren.

    • Joschi
      5. Februar 2017 at 3:46 pm

      Nach meinem Kenntnisstand engagierte er sich für die Hexenverfolgung und fühlte sich von weltlichen Mächten
      gepeinigt. Er hatte große Angst vor klugen, sinnlichen Frauen.
      Warum sollte man den MARTIN mögen?

  2. Gisela E. Walther
    7. Februar 2017 at 5:00 pm

    Beim Lesen der beiden Kommentare schmunzelte ich! Ja, ja, einiges trift evtl. auch zu. Aber: hätte Luther all das geschafft, wenn ihm seine überaus tüchtige – und sicher auch kluge -Frau nicht den Rücken frei gehalten hätte.Sie scharte viele Besucher um die meist auch reich gedeckte Tafel im Haus. Sicherlich eine Bereicherung und Anregung für den Herrn Luther.
    Gisela E. Walther

  3. Isolde
    10. Februar 2017 at 6:40 pm

    Frauen, die ihren Männern den Rücken frei halten, sind heute nicht mehr gefragt.
    Was hätte wohl Herr Luther gesagt, wenn er hätte bügeln müssen und die Kinder versorgen, wie es heute die modernen Väter tun,ha, ha ha
    So hat sich das Leben mit der Zeit sich gewandelt!
    Isolde

  4. Gerhard M. Lang
    17. Februar 2017 at 11:10 am

    Moin auch,
    die Talente und das Bibelstudium von M. Luther führten sicher zur Abwendung von der damaligen „Amtskirche“. Er las die Bibel so wie es drin steht und eben nicht, wie es Zöllner und andere machthungrigen Menschen (auch u. a. heute in der Kirche) gab und bis heute gibt.
    Was hat er wegen seiner bibeltreuen Vorgehensweise für Opfer tragen müssen ? ! Nicht nur er sondern auch seine ihn wohl wirklich liebende Ehefrau. Als Team haben sie uns HEUTE eine doch überwiegend friedliche Glaubenslandschaft hinterlassen.
    Ich bin der Meinung dass wir uns heute darüber unterhalten sollten was Männlein u. Weiblein verbindet und nicht was und trennt.

    Euch Allen ein gnädiges und besinnliches Luther-Jahr. AMEN

  5. Helga Schnatmeyer
    20. Februar 2017 at 10:30 am

    Alles, was ich über Martin Luther und seine Frau erfahren habe, ist Musik für meine Ohren. Beide haben so gelebt, wie man als Paar nicht besser leben kann. Das gilt auch heute noch.
    Helga Marie

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