Reiten ist eine Passion

Reiten, Reiterin auf einem Rappen im Winterwald

(c) Gertrud v. Hacht

„ Reiten ist Lebenskunst! Lebenskünstler leben nicht länger, aber mehr!“ Dieser Spruch ist von Bent Brenderup und spricht mir, als Reiterin aus dem Herzen.

Natürlich ist Reiten ein Sport

Der Reitsport hat so viele Facetten, dass es den Rahmen sprengen würde, alle zu beleuchten. Über die Reiterei wurden auch schon so viele Bücher geschrieben, daher erwähne ich nur meine eigenen Gedanken.

Reiten, Pferde im Gatter

(c) Gertrud v. Hacht

Man kann sich in einer Reitschule anmelden und reiten lernen, was natürlich der Anfang des Ganzen ist. Beim Reiten lernt man nie aus, das ergibt sich schon daraus, dass man in seinem Leben nicht immer auf demselben Pferd sitzt. „Reiten lernt man durch reiten“, hat ein alter Reitlehrer, vor dreißig Jahren zu  mir gesagt. Es werden beim Reiten auch die meisten Muskeln beansprucht, habe ich mal gelesen.

Reiten ist aber viel mehr

Reiten, Reiter im Wald

(c) Gertrud v. Hacht

Es ist eine Sportart die den Menschen und das Tier in Einklang bringt. Wie schön sieht es aus, wenn die Dressurreiter dahinschweben, und man kaum sehen kann, welche Hilfen sie den Pferden geben.

Ich bezeichne mich als naturverbundenen Freizeitreiter. Jeden Morgen fahre ich bei Wind und Wetter zum Stall und sattle mein Pferd. Es ist nicht mein Sportgerät sondern mein Kumpel, oder Partner. Wir reiten dann eine Weile im Schritt durch den Wald, denn unsere Muskeln müssen erst einmal warm werden. Das gilt für die des Pferdes genauso, wie für die des Reiters. Nach einer Weile fangen wir dann an zu traben. Mal geht es hier längs, mal woanders, mal springen wir über einen Baumstamm, oder queren einen Graben, mal üben wir auf einer Wiese Dressurübungen, mal lassen wir uns treiben oder galoppieren über ein Stoppelfeld. Jeder Tag ist anders.

Reiten, Reiter durchqueren einen See

(c) Gertrud v. Hacht

Manchmal reiten wir auch zu zweit oder zu dritt aus. Da muss jeder sein Pferd im Griff haben. Das bedeutet man muss das Pferd dirigieren können, sprich in jedem  Tempo reiten können ohne die anderen zu gefährden. Es wird immer auf den schwächsten Reiter Rücksicht genommen.

Natürlich gibt auch unangenehmere Arbeiten wie zum Beispiel das Ausmisten. Davon bekommt man aber auch Rückenmuskulatur, wenn man es als Sport ansieht. Sicherlich gibt es auch Tage, an denen man keine Lust hat, aber da ist eben Disziplin gefragt. Das Pferd fordert auch sein Recht. Es braucht seine Bewegung.

Wer einmal richtig geritten ist und auch ein eigenes Pferd hatte, der wird von dem Virus nicht mehr losgelassen.

Gertrud von Hacht

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