Neue Bio-Liste für Bremen und umzu

Salat und Früchte

(c) wfb, bremen.online, Katharina Bünn,

Viele Adressen für Bio-Lebensmittel in Bremen und umzu. Bei der Verbraucherzentrale Bremen gibt es eine aktuelle Liste, die Einkaufsmöglichkeiten für biologisch erzeugte Lebensmittel enthält.

Bio bedeutet bessere Tierhaltung und keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel

„Biologisch“ oder „ökologisch“ bedeutet, dass in der Landwirtschaft keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- oder Düngemittel eingesetzt werden. „Die Tierhaltung ist artgerechter – sie bietet den Tieren mehr Platz sowie Auslauf ins Freie. Die Mastdauer ist länger als in der konventionellen Landwirtschaft. Beim Transport zum Schlachthof wird schonend mit ihnen umgegangen. In der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln sind viele Zusatzstoffe verboten, wie zum Beispiel künstliche Farbstoffe“, erklärt Regina Aschmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

„Kontrolliert“ oder „ungespritzt“ ist nicht gleich „bio“

Ohne Zusatzstoffe Gemüse und Kräuter

Ohne Zusatzstoffe (c) Elfie Siegel

Für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln gibt es gesetzliche Vorschriften, die EU-weit gelten. Alle Hersteller, die ihre Produkte mit „biologisch“ oder „ökologisch“ kennzeichnen, müssen die entsprechenden Vorschriften erfüllen. „Aber Achtung: Begriffe wie „kontrolliert“, „ungespritzt“ oder „integrierter Anbau“ klingen zwar gut, sind aber keine Hinweise auf biologische Erzeugung“, erläutert Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen

Bio-Lebensmittel geben den tatsächlichen Preis und Wert von Produkten wieder

Bio-Lebensmittel, Marktszene mit Blumen und Kind

Bio-Lebensmittel auf dem Ökomarkt (c) Elfie Siegel

Bio-Lebensmittel sind in der Regel teurer als konventionell erzeugte Lebensmittel. Der Aufwand für ihre Erzeugung, Verarbeitung und Verteilung größer ist. Beim Vergleich der Preise von Bio-Lebensmitteln mit den Preisen von konventionellen Premium-Marken sind die Unterschiede oft nur noch gering. „Während Produkte aus konventioneller Landwirtschaft höhere negative externe Umwelt-Kosten verursachen, haben Bio-Lebensmittel eindeutige Vorzüge hinsichtlich der umweltgerechten Erzeugung und Lebensmittelsicherheit“, ergänzt Oelmann. Externe Kosten entstehen durch negative Auswirkungen der intensiven landwirtschaftlichen Produktion auf die Umwelt. So werden etwa die Folgekosten der Nitrat- und

Logo in rot/ weiß

(c) verbraucherzentrale bremen

Pestizidbelastung von Gewässern und Trinkwasser an den Steuerzahler und den Wasserkunden weitergegeben. Die Verbraucher zahlen so indirekt viel mehr für die vermeintlich billigen Produkte. Bei Bio-Lebensmitteln sind die negativen externen Effekte deutlich geringer. Gleichzeitig werden positive externe Effekte erzeugt, beispielsweise durch eine höhere Artenvielfalt. „Müssten die Umweltkosten von den Verursachern getragen werden, dann wäre der Preisabstand zwischen konventionellen und Bio-Lebensmitteln deutlich geringer. Bio-Lebensmittel geben den tatsächlichen Preis und Wert von Produkten wieder“, so Oelmann.

Die Bio-Liste enthält zahlreiche Adressen von Bio- und Hofläden in Bremen und umzu sowie von Online-Händlern oder Ökomärkten. Sie ist kostenlos in der Verbraucherzentrale Bremen, Altenweg 4, oder als Download erhältlich.

Die Liste entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen
Werk Bremen e.V., Brot für die Welt, dem Verein Sozialökologie und der
Verbraucherzentrale Bremen.

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