Der Nikolaus sitzt vor der Tür

Kinder und der Nikolaus

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So sah es am 6. Dezember in vielen Fußgängerzonen in Bremen aus: Kinder hatten sich ein bisschen als Nikolaus verkleidet und streiften durch  die Geschäfte, um sich ein paar Süßigkeiten in ihre Säckchen legen zu lassen. Sie waren fast überall willkommen. Meist wartete schon jemand, der sich als Nikolaus oder Weihnachtsmann verkleidet hatte, vor der Ladentür. Süßigkeiten gab es aber nur, wenn die kleinen Besucher ein Gedicht aufgesagt hatten. Ich weiß nicht, ob es diesen Brauch auch in anderen Städten gibt. Ich kenne ihn schon aus Kindertagen. Doch damals liefen wir von Haus zu Haus und wurden mit Äpfeln und Nüssen beschenkt, denn es war Nachkriegszeit und Lebensmittel waren knapp. Äpfel und Nüsse gab es auch nur, weil unsere Nachbarn Gärten hatten. In den Städten konnte am Nikolaustag vermutlich gar nichts verschenkt werden.

Kleine Brise

  1 comment for “Der Nikolaus sitzt vor der Tür

  1. Freiwillige
    12. Dezember 2016 at 5:42 pm

    Ich komme gebürtig aus Lübeck. Dort kennt man den Brauch nicht. Als wir nach Bremen zogen, war ich beim ersten Besuch der Kinder überrascht.Im nächsten Jahr hatte ich mich gewappnet und später zogen meine eigenen kinder auch los.Da ging es aber auch noch von Tür zu Tür, verkleidet mit einem einstudierten Gedicht.
    Erst viel später verlagerte sich das Ganze in die Innenstadt, oder umliegenden Geschäfte.
    Bis heute kennt man den Brauch aber im „hohen Norden“ nicht.
    Adventliche Grüße Ingrid

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