3 Zeichen verraten, dass Sie gehackt wurden

Wie merken wir, dass wir gehackt wurden, dass Kriminelle sich unserer Daten bedienen oder uns gar erpressen wollen?

1. E-Mails werden ungewollt versendet

Ihre Freunde erhalten unseriöse E-Mails von Ihnen bzw. mit Ihrem Namen als Absender. Wenn Ihre E-Mail-Adresse (nicht Ihr Computer!) gehackt wurde, dann nutzen die Kriminellen Ihre E-Mail-Adresse zum Versenden von E-Mails, meistens Spam. Besonders gerne werden Ihre Bekannten und Freunde aus Ihrem Adressbuch angeschrieben, das nun ebenfalls in die Hände der Kriminellen gefallen ist.

Ein besonders deutliches Anzeichen, dass E-Mails von Ihrer Adresse ohne Ihr Zutun versendet werden, sind täglich viele E-Mails im Posteingang mit dem Betreff “Mail Delivery System“. Diese Nachricht besagt nichts anderes, als dass eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte, ganz ähnlich wie bei der Briefpost der Vermerk “Unbekannt verzogen”. Wenn nun viele solcher Meldungen pro Tag erscheinen, ohne dass Sie in dieser Zeit eigenhändig E-Mails geschrieben haben, dann müssen Sie davon ausgehen, dass Ihre Mail-Adresse gehackt wurde.

Wie ist das passiert, was kann ich tun? Ihr Computer und Ihre Dateien sind in einem solchen Fall nicht betroffen und weiterhin sicher. Lediglich der Zugang zu Ihrer E-Mail-Adresse wurde geknackt. Ändern Sie das Passwort bei Ihrem E-Mail-Anbieter und Sie dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit vorerst wieder sicher sein. Ein regelmäßiges Ändern (1 Mal pro Jahr) des Passworts wird empfohlen.

In 2015 und auch in 2016 sind vor allem die deutschen T-Online-Mail-Adressen von Angriffen betroffen. Millionen Mail-Adressen wurden gehackt. Daher unsere intensive Bitte an alle T-Online-Nutzer, sich damit auseinander zu setzen.

2. Ihr Computer ist gesperrt

Wenn Schutzgeld-Erpressungen auf Ihren Bildschirmen erscheinen, Sie nicht mehr in Ihr Windows hereinkommen und egal, was Sie tun, einfach den Computer nicht mehr richtig starten können, dann sind Sie gehackt worden. Bei diesem Einbruch auf Ihren Computer hat es der Kriminelle auf Ihr Geld abgesehen und nimmt Ihren Computer (Ihre Dateien) als Geisel. Aus diesem Grund heißen diese Vorfälle auch “Ransomware”, zu deutsch: Kriminelle Geisel-Programme.

Wenn Sie nicht zahlen, droht angeblich die Datenzerstörung. Doch Sie sollten auf keinen Fall zahlen. Zwar wird der Computer möglicherweise wieder freigeschaltet und Sie bleiben unbeschadet (doch auch dies ist nach einer Zahlung nicht garantiert), aber die Kriminellen haben sich Ihren Computer “gemerkt”, wissen nun, dass Sie zum Zahlen bereit sind, und führen Sie auf einer gesonderten Liste der lukrativen Opfer. Es wird nicht lange dauern, und Sie werden erneut attackiert.

Was Sie jetzt tun sollten: Falls der Computer völlig gesperrt ist und ein “Lösegeld” zur Freischaltung verlangt wird, benötigen Sie die Unterstützung eines IT-Experten. Informieren Sie zusätzlich die Polizei.

3. Passwörter stimmen nicht mehr

Sie können sich auf allen möglichen Internetseiten plötzlich nicht mehr mit Ihrem Passwort anmelden. Was ist passiert? Offenbar hat ein Angreifer viel Zeit investiert, Ihre Passwörter zu knacken, was aber bedeuten würde, dass Sie und die Dateien auf Ihrem Computer diese Investition von Zeit wert sind. Ein Cyber-Krimineller investiert seine Zeit nicht stundenlang in das Hacken eines “langweiligen Computer eines Normalbürgers”. Diese Gefährdung betrifft wohl eher Politiker, Personen der Öffentlichkeit, Manager, hochrangige Beamte etc. Wenn alle möglichen Passwörter geändert wurden und Sie sich an vielen Stellen nicht mehr einloggen/anmelden können, dann seien Sie sich bewusst, dass der Hacker nun auf das gesamte System, alle Dateien und E-Mails Zugriff hat.

Was Sie jetzt tun sollten: Schnell handeln und die Zugangsdaten und Passwörter zurücksetzen und dort ändern, wo es noch möglich ist. In einem solchen Extremfall benötigen Sie dringend Rechtsberatung und die Unterstützung eines IT-Experten.

Meistens gilt: Nicht gehackt, sondern defekt

Die oben genannten Punkte sind eindeutige Indizien, dass man gehackt wurde und Kriminelle Zugriff auf unser E-Mail-Konto, unseren Computer oder verschiedene Benutzerkonten bei Internetseiten nehmen. Alle anderen Ungereimtheiten, die am Computer auftreten können und häufig Angst verursachen, haben nichts mit Hackern zu tun. Hierzu zählen zum Beispiel nicht mehr funktionierende Programme, eine verschwundene Taskleiste, geändertes Aussehen von Anwendungen etc. Solche Dinge können auch ohne fremdes kriminelles Zutun passieren. Oft sind ein versehentliches Betätigen von Tastenkombinationen oder schlichtweg ein Fehler in Windows die Ursache.

Ansprechpartner im Notfall

Wenn es einmal hart auf hart kommt, ist der wichtigste Schritt, schnell und richtig zu handeln. Wer sich hier unsicher ist, der wendet sich am Besten an Nachbarn, Bekannte oder Freunde, die sich gut am Computer auskennen, oder melden Sie sich bei Levato.

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