Freie Programme im Sechserpack

LibreOffice bietet professionelles Arbeiten für Büroanwendungen.

Frau am Computer

(c) Seniorenlotse, Barckhausen

Ob Textver-arbeitung, Tabellenkalkulation oder die Erarbeitung einer Präsentation: Ein leistungsfähiges Office-Programmpaket ist für die meisten Rechner unverzichtbar.

Kostenlose Schreibprogramme waren in meinen Augen früher eher ein Behelf; sie ersetzten in den Haushalten allmählich die Schreibmaschine. Für die tägliche Benutzung in Büros reichten sie jedoch nicht, so dass kostenpflichtige professionelle Programme hinzugekauft werden mussten. Heute ist das Angebot an Bürosoftware sehr groß. Ich erlebe allerdings im Freundeskreis bei vielen Bedenken, dass die in freien Programmen erstellten Dateien von anderen nicht geöffnet werden können oder umgekehrt. Auch möchte man an gewohnten Programmen festhalten.

Keinen Cent hinzubezahlt

Als ich LibreOffice empfohlen bekam, hatte ich ähnliche Gedanken und Befürchtungen. Aber ein Versuch macht ja bekanntermaßen klug, und ich probiere auch gern mal etwas aus. Ich habe mich daher bei einem Freund und im Internet informiert und mir dann das Programm auf der Website des Herstellers heruntergeladen. Dabei habe ich insbesondere darauf geachtet, dass dort auch wirklich kostenlos, frei, free oder ähnliches stand, um mir spätere unliebsame Überraschungen in Form einer Rechnung zu ersparen.

Locky Gesicht mit Datensträngen

(c) pixabay.de

Kurzum: Alles ging glatt und die Erwartungen sind von Anfang an übertroffen worden. Das für meine Zwecke ganz obenan stehende Textverarbeitungsprogramm Writer kommt bekannten Kaufprodukten wirklich sehr nahe! Ich finde es sehr logisch aufgebaut und kam schnell damit zurecht. Vieles lässt sich automatisieren und nach den persönlichen Bedürfnissen einrichten, wie zum Beispiel die Menüleisten oder die Absatzformate. Und: die Dokumente eines weit verbreiteten kostenpflichtigen Programms lassen sich in der Praxis einwandfrei öffnen oder so speichern, dass sie von anderen gelesen werden können. Das ist zum Beispiel auch für die Arbeit in der Redaktion des Seniorenlotsen wichtig! Was mich begeisterte: Eine umfangreiche und schwierige Excel-Tabelle wurde durch das Pendant Calc einwandfrei geöffnet!

Vier Programme runden das Angebot ab

Computerarbeitsplatz

(c)barckhausen

Neben diesen beiden Bausteinen – also Writer und Calc – bietet LibreOffice auch noch Impress (Präsentationen), Draw (Zeichnen), Math (Formeln) und Base (Datenbanken) an. Praktisch finde ich es, dass man beim Öffnen des Programms neben den sechs Bausteinen auch gleich einen Bereich für die Vorlagen findet. Es gibt vorgegebene und persönliche. Das erspart lästige Sucherei, und man hat von Beginn an die richtige zum Arbeiten laden.

LibreOffice gibt es für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux, also zum Beispiel für Ubuntu oder Mint. Bei der Installation vieler Linux-Betriebssysteme ist LibreOffice von Anfang an dabei und muss nicht mehr extra hinzugefügt werden.

Wer gern auswählt: Sehr ähnlich wie LibreOffice und somit eine Alternative ist das Büro-Programmpaket von OpenOffice.

Programm mit Geschichte

Die freie Enzyklopädie Wikipedia berichtet:

„LibreOffice ist eine freie Zusammenstellung gebräuchlicher Software für Arbeiten im Büro (Office-Paket). Dazu gehören Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Erstellen von Zeichnungen. Ein Datenbankmanagementsystem und ein Formeleditor sind ebenfalls enthalten. LibreOffice ist eine im September 2010 aus dem Office-Paket OpenOffice.org hervorgegangene Abspaltung, die seither unabhängig weiterentwickelt wird. Die maßgebliche Entwicklung und Pflege von LibreOffice leistet die am 28. September 2010 gegründete gemeinnützige Organisation The Document Foundation. Sie fördert und koordiniert die Weiterentwicklung des Office-Pakets und beteiligt sich an der Weiterentwicklung des offenen Dateiformatstandards OpenDocument. Die Document Foundation bekennt sich dabei zu freier Software.“

Adresse von LibreOffice

Heiner Brünjes

  2 comments for “Freie Programme im Sechserpack

  1. Brigitte
    23. Oktober 2016 at 7:47 pm

    Danke für den interessanten Hinweis – werde es gleich ausprobieren!

    • Heiner
      5. Dezember 2016 at 8:58 pm

      Und, wie gefällt es Ihnen? Heiner Brünjes

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