Altweibersommer – Die dritte Lebenszeit

Mann liegt auf Rasen

(c) Elfie Siegel

Wie herrlich diese Benennung, auf keinen Fall eine Beleidigung. Selbst in dieser Lebensabschnittszeit kann ich ganz anders beurteilen, warum man den Spätsommer so benannt hat.

In dieser dritten Lebenszeit wird man selber milder, verträglicher, schenkender und großzügiger. Wenn man sich natürlich in den vorhergehenden Lebenabschnitten bemüht hat, zu werden und nicht einfach zu bleiben.

Natürlich sehe ich die andere Seite, wie gut die Sonnenstrahlen den alternden Knochen tun, wie Mütterchen, aber auch Väterchen, ihre Stühle solange rücken, bis sie auch die letzten Strahlen einfangen, einlagern, genießen, sich räkeln und dankbar durchwärmt in ihre Stuben zurückkehren.

Natur schenkt

Stilisierte Sonne aus Blech

(c) frauenseiten, Algeth Weerts

Können wir nicht auch schenken? Vom Altweibersommer lernen, seine wohltuende Wirkung auf unsere Weise dann ausstrahlen? Ja, wir können. Es wird sogar dringend in der Welt gebraucht. Wir haben jetzt Zeit dazu und können es hinzusetzen. Einfach in kleinen Versuchen altweibersommerlich wohltuend zu wirken. Wir werden staunen, wie gerne es angenommen wird, bei Enkeln, Kindern, aber auch jeder und jedem, dem wir begegnen, womit wir zu tun haben.

In der sich zurückziehenden Sonnenkraftzeit selber milde scheinen und Erwärmen, wo es uns gelingt. Da kommt richtig wohltuende Stimmung auf, ich habe es schon öfter ausprobiert und gestaunt. Wir sind in der dritten Lebenszeit lebenserfahrener und so auch gestaltungsfähiger.

Elisabeth Kriechel

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