Ein Rathausstuhl für die Verbundenheit mit Bremen

Stuhlpatenschaft Eine sitzende Frau hinter der zwei Männer stehen

Bürgermeister Carsten Sieling (li.) freut sich mit den neuen Stuhlpaten Ulrike und Andreas Kellermann (c) Senatspressestelle

Ehemaliger Leiter des Mercedes-Benz Werk Bremen freut sich bei Besuch im Bremer Rathaus über Stuhlpatenschaft.

Bürgermeister Carsten Sieling hat am dritten Juni den ehemaligen Leiter des Bremer Mercedes-Benz Werkes, Andreas Kellermann, und dessen Ehefrau Ulrike, im Rathaus begrüßt. Die beiden reihen sich nun ein in den Kreis der Stuhlpatinnen und -paten und nutzten bei ihrem Aufenthalt in Bremen die Gelegenheit, um „ihren“ Stuhl in Augenschein zu nehmen.

Andreas Kellermann hat in der Zeit von 2010 bis 2015 das Bremer Mercedes-Benz Werk geleitet. In seiner Zeit als Werkleiter wurde der Bremer Standort das sogenannte Leadwerk für die weltweite Produktion der C-Klasse. Damit wurde man hier in Bremen verantwortlich für die Produktion an vier Standorten auf vier Kontinenten: Bremen (Europa), East London (Südafrika), Tuscaloosa (USA) und Peking (Asien).

Stuhlpatenschaft zeigt Verbundenheit zu Bremen

Seit Oktober 2015 konzentriert sich Kellermann bei der Daimler AG nun auf die Leitung des weltweiten Produktionsnetzwerks für die S-, die E- und die C-Klasse von Mercedes-Benz. Doch die Verbundenheit zu Bremen bleibt. Denn ein Büro hat er in der Hansestadt behalten, weil sich seine Zuständigkeit auch auf das Bremer Werk erstreckt. Aus diesem Grund kommt das Ehepaar Kellermann auch immer wieder regelmäßig und gern in die Stadt an der Weser zurück und pflegt seine Bremer Kontakte. Vor allem schätzen beide die Hansestadt für ihre hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität. Lange haben sie in dem grünen Ortsteil Vahr gewohnt.

Anlässlich des Wechsels in der Leitung des Werkes hatten sich die engen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kellermanns ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht: Sie schenkten ihrem ehemaligen Chef eine Patenschaft für einen der schönen neuen mit Leder bezogenen Rathausstühle mit Bremer Wappen. Dieses Geschenk kam bei den Kellermanns überaus gut an, ließ sich darüber doch in passender Weise die große Verbundenheit mit Bremen ausdrücken. Im Beisein von Bürgermeister Carsten Sieling wurde den Eheleuten heute nun „ihr“ Stuhl in der Oberen Rathaushalle präsentiert.

Stuhlpatenschaft Kleines Messingschild mit Namen

Mit einem Messingschild wird die Stuhlpatenschaft sichtbar (c) Senatspressstelle

Hintergrund:
Da der Zahn der Zeit auch vor dem Mobiliar des Weltkulturerbes nicht Halt machte, mussten 2010/2011 die alten Rathausstühle durch neue ersetzt werden. Insgesamt 500 neue Stühle wurden angeschafft. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass schon die Stadtoberen vor hundert Jahren auf private Unterstützung zurückgegriffen haben. Personen aus dem öffentlichen Leben, alteingesessene hanseatische Bremer Familien sowie Bürgerinnen und Bürger unterstützen diesen Gedanken bis heute und haben antikes Mobiliar oder auch Kunstgegenstände für das Bremer Rathaus gespendet.

Bei der Übernahme einer Stuhlpatenschaft für 444 Euro pro Stuhl, wird der Name der Patin oder des Paten auf einem Messingschild am Stuhl verewigt (anonyme Patenschaften sind ebenso möglich). Auch eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt. Bis dato wurden fast 400 Stuhlpatenschaften vergeben, rund 100 sind also noch frei.

Wer Interesse an einer Stuhlpatenschaft hat – für sich selber oder als Geschenk für einen lieben Menschen – findet Informationen darüber unter www.rathaus.bremen.de oder per Mailkontakt über rathaus.stuhlpate@sk.bremen.de.

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