Heikle Personallage bei der Bremer Polizei

Vier Politist_Innen auf einem Stadtfest

(c) privat; Algeth Weerts

Auf der 3. Delegiertenversammlung der Bremer Seniorenvertretung am 07.06.16 standen die Bremer Probleme mit der Öffentlichen Sicherheit im Mittelpunkt, die in den Monaten davor mehrfach den Vorstand beschäftigt hatten. Ein erstes Gespräch im April 2016 mit dem Leiter der Abtlg.3 „Öffentliche Sicherheit“ beim Innensenator diente der Vorbereitung dieser DV. Nun referierte Senator Ulrich Mäurer selbst zum Thema und stellte sich den Fragen der Delegierten.

Drei Personen an einem Tisch

v.l.: Dr. Andreas Weichelt, Senator Ulrich Mäurer, Karin Fricke (c) Durchblick

Die Personalprobleme bei der Bremer Polizei sind nicht zuletzt von der rot-grünen Koalition verursacht, die seit 2013 trotz aller Warnungen die Ausbildung von Nachwuchs vernachlässigt hat. Jedes Bundesland bildet selbst für die Einstellung seine Anwärter/-innen aus. Es existiert kein Markt, auf dem man bundesweit wie in anderen Branchen einfach Polizeikräfte anwerben kann. Da die Ausbildung 3 Jahre dauert, kann die gegenwärtige Personallücke erst 2018 geschlossen werden. Zielzahl sind 2.600 Polizeikräfte.Gegenwärtig sind 2.460 Beamtinnen/Beamte im Dienst. Vielleicht gelingt es, Mittel für die Einstellung angelernter Angestellter für weniger anspruchsvolle Polizeidienste freizumachen.

Fazit:

Wir werden mit den Lücken bei den Fachkräften erst einmal leben müssen, und die Polizei wird ihre Einsätze häufiger nach dem Dringlichkeitsgrad durchführen. Darauf angesprochen, erklärte der Senator, die Pressemitteilung, man werde Straftaten zum Nachteil älterer Menschen nachrangig behandeln, entspreche nicht den Tatsachen und Absichten.

Schriftzug und Logo mit Schlüssel

(c) Senioren-Vertretung Bremen

Die größten Sorgen bereiten die Wohnungseinbrüche, die Straftaten jugendlicher Gruppen und die Betrugskriminalität an Haustür, am Telefon und im Internet. Sie richten sich besonders gegen Seniorinnen/Senioren, die älter als 70 Jahre sind. Die Ausführungen des Senators zu diesen drei Bereichen waren sehr ausführlich, so dass für die anschließende Diskussion ausreichend Stoff vorlag. Der Plan, die Zahl der Kops in den Stadtteilen zu begrenzen, wurde von den Delegierten zurückgewiesen. Sie beschlossen dazu einstimmig eine  (Resolution zur Gewährleistung der Sicherheit älterer Bremer Buerger).

Die Degiertenversammlung beklagte auch den Aufwand und die Kosten von Polizeieinsätzen während großer Sportveranstaltungen. Dafür sollte nicht mehr der Steuerzahler zur Kasse
gebeten werden.

Nach der Pause berichteten die Arbeitskreissprecher über die jüngsten Ergebnisse ihrer Gruppen.

Gerd Feller

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