Warum in die Ferne schweifen…

Bonhoeffer-Kirche, Bremen

(c) Heidemarie Gniesmer

Der Frühling lockt zu Radtouren. Warum nicht mal einen Pilgerweg abfahren? Noch ziemlich unbekannt ist der seit 2014 existierende Pilgerweg „Ochtum, Marsch und Moor“ und das direkt vor der bremischen Haustür links der Weser. Der Routenverlauf ist für Radfahrer und Radfahrerinnen gut sichtbar mit dem Logo ausgeschildert. Trotzdem empfiehlt es sich, eine Straßenkarte mitzuführen.

Der Pilgerweg „Ochtum, Marsch und Moor“ ist ein ökumenisches Projekt der evangelischen Kirchengemeinden Hasbergen, Schönemoor, Altenesch, Bardewisch, Rablinghausen und Dietrich-Bonhoeffer (Huchting), sowie der katholischen Gemeinden Stenum und Lemwerder.

Zwei RadfahrerInnen unter einem Holzkreuz

(c) Heidemarie Gniesmer

Pilgerweg mit besonderer Architektur

Zur Bonhoeffer-Kirche, Luxemburger Straße/Ecke Heinrich-Plett-Allee, habe ich noch eine ganz spannende Info: Die Kirche wurde 1963 von dem weltweit bekannten Architekten Frei Otto erdacht und entwickelt und vom Architekten Carsten Schröck gebaut. Die Konstruktionen von Frei Otto machten ihn zu einem der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Das Olympia-Stadion in München ist ebenfalls eines seiner außergewöhnlichen Bauwerke.

Auf einer Strecke von insgesamt 65 km und 16 Stationen kann man durch ganz unterschiedliche Landschaften radeln, in der südlichen Wesermarsch, dem östlichen Landkreis Oldenburg, dem Norden der Stadt Delmenhorst und dem Westen Bremens. Natürlich bietet die Strecke auch Abkürzungen und die Möglichkeit in mehreren Etappen zu fahren.

Auch ein Pilgerpass ist erhältlich

Der Routenverlauf ist auch als GPS-Track abrufbar. Die Kirchengemeinden informieren gerne zu allen Fragen rund um den Pilgerweg und bieten für Ihre Pilgertour auch Führungen oder Begleitung an. Empfehlenswert ist es, sich das Heft zum Pilgerweg über eine der Kirchengemeinden zu besorgen. Neben den Landkarten befinden sich jeweils auch kleine Anregungen zur inhaltlichen Gestaltung des Pilgerns.

Auf der Internetseite http://www.urlauberkirchen.de/Pilgerwege werden alle Stationen in Wort und Bild vorgestellt. Auf einem Pilgerpass, der in den Gemeinden erhältlich ist, können „Pilger“ und „Pilgerinnen“ mit Stempeln an den Stationen die einzelnen Etappenziele eingetragen lassen.

Viel Freude und neue Erkenntnisse wünsche ich auf der Pilgerweg-Tour.

Grüne Handkasse mit Aufschrift "Pilgerweg"

Stempelkasten an einer Pilgerstation (c) Heidemarie Gniesmer

Heidemarie Gniesmer

  1 comment for “Warum in die Ferne schweifen…

  1. Erna
    25. März 2016 at 9:01 am

    Danke für diese interessante Information. Ich werde mir das Heft zum Pilgerweg besorgen und die Tour mit meiner Radlergruppe besprechen. Irgendwann werden wir sicher wieder gutes Radlerwetter haben.

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