Klasse-Frauen: Lernen mal anders

Klasse-Frauen. Eine Junge Frau spricht vor einer Schulklasse

Die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Florence Samkange-Zeeb besucht die 9. Klasse der Wilhelm-Kaisen-Oberschule. (c) Kerstin Rolfes

Klasse Fortsetzung zu meinem letzten Artikel über das Frauenbild, das Adolf Freiherrn von Knigge in seinem berühmten Buch “Über den Umgang mit Menschen” vor 228 Jahren beschrieben hat. Die Pressestelle des Bremer Senats hat nämlich in der letzten Woche veröffentlicht, dass die Schulaktion “Klasse-Frauen: Lernen mal anders”, die seit fünf Jahren zum Frauentag am 8. März stattfindet, mit einem Rekord begann, denn die Aktion verzeichnete so viele teilnehmendes Schulen wie noch nie.

In der Pressemitteilung heißt es weiter:

Im Rahmen der einwöchigen Aktion berichten Bremerinnen mit den unterschiedlichsten Berufskarrieren im Unterricht von sich und ihrem Werdegang, von Hürden und offenen Türen. Mädchen und auch Jungen sollen so ermutigt werden, Wege jenseits möglicherweise schon geprägter Rollenvorstellungen zu entdecken. Das ist die Idee hinter “Klasse-Frauen: Lernen mal anders“. “Das Berufswahlverhalten junger Menschen ändert sich nur sehr langsam, Mädchen bevorzugen unverändert dienstleistungsbezogene Berufe oder Studiengänge, Jungen dominieren Naturwissenschaft und Technik”, erklärt Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan. “Hier den Fokus zu erweitern und die ganze Bandbreite der Berufe für beide Geschlechter erfahrbar zu machen, ist eine zentrale Herausforderung der Berufsorientierung. Die Aktion ‚Klasse-Frauen‘ ist in diesem Rahmen ein feiner Mosaikstein, der Akzente setzen kann. Deshalb freue ich mich, dass wir von Jahr zu Jahr mehr Interesse der Schulen verzeichnen können.”

In diesem Jahr beteiligten sich 50 Klassen und Kurse aus dem gesamten Stadtgebiet von der Grund- bis zur Erwachsenenschule an der Aktion, die noch über eine Woche lief. In dieser Zeit besuchten 34 Frauen die verschiedenen Klassen für zwei Schulstunden, sämtlich ehrenamtlich, und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Mit dabei waren unter anderem eine Feuerwehrfrau, eine Kfz-Gutachterin, die Landesdatenschutzbeauftragte, die Stadtbibliotheksdirektorin, einige Hochschulprofessorinnen mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilen oder Geschäftsführerinnen verschiedenster Unternehmen und Institutionen.

Kleine Brise

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